Auf die Jahre
1280 bis 1285 wird die Buxtehuder Stadtgründung datiert. Doch seine ältesten noch
erhaltenen Bürgerhäuser stammen aus dem 16. Jahrhundert. Genaue Bestimmungen des
Baudatums sind meistens nicht möglich. Diese ältesten Gebäude der Stadt - neben Kirche
und Zwinger - stehen im Mittelpunkt dieser Seiten. Dazu kommt ein seltenes Juwel: Das Haus
Stavenort 16. Es entstammt auch dieser Zeit, ist aber kein klassisches Bürgerhaus,
sondern ein Haus armer Familien. Weil diese Unterkünfte meist schlechter gebaut waren und
schneller verfielen, sind sie heute eine absolute Rarität. TAGEBLATT-Redakteur Rainer
Schwartau griff bei seinen Beschreibungen auf zum Teil ausführliche Literatur zu den
Häusern zurück. Dies gilt vor allem für die bekannteren Häuser, wie das Abthaus. Über
einige Gebäude finden sich allerdings fast keine Angaben.
Buxtehude im 16. Jahrhundert, das bedeutete eine kleine Stadt innerhalb der Stadtmauer.
Selbst 1641 gab es erst 295 Häuser, wie aus einer Zählung des Stadtrates hervorgeht.
1789 waren es dann schon vermutlich über 350, so gibt es ein Brandkassenregister aus
jenem Jahr an. Die Gebäude hatten meist ein Vorder-, Mittel- und Hinterhaus, dort fand
sich häufig ein Saal, der den Blick auf Viver und die davorgelegenen Gärten
ermöglichte. Seit 1597 waren alle Häuser der Stadt mit Ziegeln bedeckt, die
Strohdachhäuser mussten wegen der Brandgefahr neu eingedeckt werden, so schreibt es
Hector Rotermund in seinen Annalen der Braunschweig-Lüneburgischen Churlande von 1790. In
den Kellern der schmucken Bürgerhäuser lebten vielfach arme Leute.