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| Kranzniederlegung im Buxtehuder Stadtpark. Foto: Richter |
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Überzeugende Worte und Lieder finden
Leise Kritik vom Superintendenten: Volkstrauertag kommt bei junger Generation nicht gut an
Buxtehude.
Die Erinnerung an das Gesicht seines Nachbarn, der die Hoffnung auf die Rückkehr des in Russland verschollenen Sohns begraben musste, beschwor Superintendent Helmut Blanke in seiner Rede zur Kranzniederlegung am Volkstrauertag im Buxtehuder Stadtpark herauf. Wie er waren Menschen an vielen Orten im Landkreis Stade mit ihren Gedanken bei den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft.
„Sich lediglich heute zu erinnern, lediglich heute zu trauern, wäre zu wenig“, sagte der Buxtehuder Bürgermeister Jürgen Badur. Zu erinnern und zu mahnen sei Pflicht angesichts der Aktualität von Krieg, Verfolgung, Gewalt und Terror: „Viele Millionen Menschen haben seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in kriegerischen Auseinandersetzungen ihr Leben gelassen.“ Auch Superintendent Blanke betonte die Aktualität des Volkstrauertags – und bedauerte, dass er bei der jungen Generation nicht gut ankomme: „Unsere Lieder und unsere Worte sind offenbar nicht überzeugend genug.“ Dieser Tag müsse als Chance genutzt werden, allen Generationen laut zu sagen, dass Krieg kein Mittel der Politik sein könne. Blanke schloss mit den Bibelworten von den Schwertern, die zu Pflugscharen werden.
Übrigens: Die Antifa-Mitglieder in schwarzen Sturmhauben, die im vergangenen Jahr nach eigener Aussage „ein Zeichen gegen die Vereinnahmung durch reaktionäre Kräfte setzen“ wollten, haben diesmal keinen Kranz am Ehrenmal niedergelegt. Mit dabei waren wieder der Sozialverband Deutschland, der Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge, der VdK Ortsverband, die Landmannschaft Ostpreußen, der Verein ehemaliger Mitglieder der Estetalkaserne und die Stadt Buxtehude. (ari)
19.11.2007
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