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| Bauern werben vor dem Fredenbecker Rathaus mit Kuh „Faironika“ für faire Milchpreise. Foto: Kordländer |
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Kuh wird durchs Dorf getrieben
Schwarz-rot-goldene „Faironika“ wandert durch den Kreis Stade
Fredenbeck.
Einen Kuhauftrieb für faire Milchpreise starteten Bauern des Bundesverbandes deutscher Milcherzeuger (BDM) aus dem Landkreis Stade jetzt vor dem Fredenbecker Rathaus. Die schwarz-rot-goldene Plastikkuh wird in nächster Zeit in verschiedenen Rathäusern und Einzelhandelsgeschäften zu sehen sein.
Fredenbecks Samtgemeindebürgermeister Friedhelm Helk bekam von den Landwirten eine Plastikkuh im Miniformat, sozusagen ein Kälbchen, überreicht. „Natürlich unterstützen wir das Anliegen der Bauern nach fairen Milchpreisen“, betonte Helk im Beisein der Bürgermeister von Fredenbeck, Diedrich Wohlers, und Kutenholz, Johann-Peter Hink. Auch in Fredenbeck gebe es eine ausgeprägte Landwirtschaft, in der die Milchviehhaltung eine dominante Rolle spiele. Das Kälbchen nahm Helk schmunzelnd und dankend entgegen. „Das muss ich ja nicht jeden Tag füttern.“
Die Kuh hat einen Namen. Sie nennt sich „Faironika“ und gilt als europaweites Symbol für Fairness bei der Milcherzeugung. Sie sieht überall anders aus. Die „aufgetriebenen“ Plastikkühe in Lebensgröße tragen jeweils die Farben der Llaggen ihrer Länder.
Die Landwirte des BDM möchten mit den lebensgroßen Plastiken für ihr Anliegen werben. „Faironika“ stehe für einen fairen Milchpreis, der den Bauern die Kosten für die Erzeugung eines Liters Milch einschließlich der täglichen Arbeit auf den Höfen bezahlt, hob BDM-Sprecher und Landwirt Johann Burfeind aus Kutenholz hervor. Einen fairen Milchpreis würden die Betriebe von den Molkereien und dem Handel gleichermaßen fordern. Mit „Feronika“ wenden sich die Bauern nun direkt an die Verbraucherinnen und Verbraucher.
Die Bürgerinnen und Bürger hätten die steigenden Milchpreise in jüngster Vergangenheit ohne große Proteste angenommen. „Die Bereitschaft dazu hat uns gefreut und unser Anliegen auch bestätigt“, so Burfeind. Bauern und Verbraucher würden nicht gegeneinanderstehen, wenn klar und nachvollziehbar sei, wie viel vom Ladenpreis schließlich wo landet. Die Bereitschaft der Verbraucher hänge davon ab, dass der Mehrerlös auch dort ankomme, wo die Milch erzeugt wird. Milch ist ein hochwertiges Lebensmittel. An ihr hängen Kulturlandschaften, ein Großteil der Arbeitsplätze der Landwirtschaft und damit ein bedeutender Teil der Wertschöpfung in ländlichen Gebieten, wie eben auch im Landkreis Stade. „Milch ist eine Triebfeder für die regionale Wirtschaftsstruktur“, so Burfeind. (kor)
20.12.2007
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