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| Der Stein des Anstoßes: Der Gedenkstein auf dem Friedensplatz trägt gegenwärtig keine Inschrift mehr, die an die Übergabe der Stadt Buxtehude an die Briten am 22. April 1945 erinnert. Foto: Vasel |
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Buxtehuder Politik zieht Schlussstrich
Verwaltungsausschuss hat neue Inschrift für den Gedenkstein auf dem Friedensplatz abgesegnet
Buxtehude .
Der Verwaltungsausschuss der Stadt Buxtehude hat hinter verschlossenen Türen eine neue Inschrift für den umstrittenen Gedenkstein auf dem Friedensplatz im ehemaligen Kasernengelände abgesegnet. Dieser erinnert an die Übergabe der Stadt an die britischen Truppen am 22. April 1945. Das teilte Bürgermeister Jürgen Badur mit. Der Verwaltungschef hatte die erste Inschrift im Juni 2003 entfernen lassen, weil mindestens zwei der vier namentlich genannten Wehrmachtsoffiziere laut Bundesarchiv an „Kriegsverbrechen beteiligt“ waren.
Der nicht-öffentlich tagende Verwaltungsausschuss habe die neue Gedenkstein-Inschrift einstimmig beschlossen. „Die moralische Messlatte verbietet uns die namentliche Nennung der an der Übergabe der Stadt beteiligten Wehrmachtsoffiziere, deshalb haben wir uns im VA auf eine Inschrift ohne Namen geeinigt“, sagte Bürgermeister Jürgen Badur dem TAGEBLATT. Jetzt seien die Initiatoren der ersten Tafel, der Ex-Bürgermeister Hans-Georg Freudenthal und der Ehemaligenverein, am Zug. Denn die Stadt Buxtehude werde die neue Tafel nicht bezahlen. Laut Bodo Klages, FWG-Ratsherr und Freudenthal-Mitstreiter, habe sich bereits ein neuer Sponsor gefunden.
Der neue Text lautet: „Am 22. April 1945 ging für Buxtehude der Zweite Weltkrieg zu Ende. An diesem Tag wurden die Estetalkaserne und die Stadt kampflos den britischen Truppen übergeben. Dadurch wurden der Tod von Menschen und Zerstörungen verhindert.“
Dieser Text sei für Freudenthal & Co. verbindlich, denn der Friedensplatz sei jetzt Eigentum der Stadt Buxtehude. (bv)
03.01.2004
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