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| Führende Kader: Der im NPD-Landesvorstand aktive Adolf Dammann (mit Brille) und sein Nachbar zur Rechten, Reinhold Oberlercher (Vordenker des Deutschen Kollegs), störten mit Gesinnungsgenossen eine Veranstaltung gegen Neofaschismus in der Volkshochschule Buxtehude. Leidtragende: die Besucher, unter anderem die Personen in der letzten Reihe, die mit Rechtsextremismus nichts am Hut haben.Foto: Vasel |
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Rechts-Extremisten sprengen Schülerdiskussion in der VHS
Nazi-Kader in der Volkshochschule Buxtehude
Buxtehude.
Rechtsextremisten haben am Montag in der Volkshochschule Buxtehude die Podiumsdiskussion „Neofaschismus – eine Gefahr für die Gesellschaft?“ gesprengt. Die Organisatoren, Schüler und Schülerinnen der Halepaghen-Schule, lösten die Veranstaltung unter anderem aus Sicherheitsgründen auf. Die teilweise kahlrasierten und aggressiven Neonazis unter Führung des hochrangigen NPD-Funktionärs Adolf Dammann hatten keinen Hehl aus ihrer Absicht gemacht, in der VHS rechtsextremistische Tiraden zu verbreiten.
Die Veranstaltung der Schüler gehörte zum Programm der Ausstellung „Neofaschismus in der Bundesrepublik“, die gegenwärtig in der Halepaghen-Schule gezeigt wird. Auf dem VHS-Podium: die Berliner Journalistin Andrea Röpke, bekannt durch Fernsehmagazine wie Panorama und Spiegel-TV, VHS-Leiter Wolf Rosenzweig und die Bundesvorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Cornelia Kehrt.
Gleich zu Beginn hatte Röpke unter den Besuchern führende Kader der (nord)deutschen Neonazis ausgemacht: den NPD-Funktionär Adolf Dammann aus Neukloster, Mitglied im Landesvorstand und Eigentümer eines von NPD und Jungen Nationaldemokraten genutzten Schulungszentrums in Bargstedt, und Reinhold Oberlercher. Dieser sei Vordenker des rechtsextremen Deutschen Kollegs. In Buxtehude verteilten die Nazis – die Polizei zählte 25 – ein Flugblatt mit Tiraden gegen Ausstellung und Demokraten.
Alarmiert ist auch der polizeiliche Staatsschutz in Stade. Die Szene „weitet ihre Aktivitäten wieder aus“, so Klaus Willmer; bei der Diskussion um ein NPD-Verbot waren die Extremisten – Nationaldemokraten, Freie Nationalen (so genannte Kameradschaften) und rechte Skinheads – teils abgetaucht. Diese Zeit sei vorbei.
Für den Verfassungsschutz ist die Ausstellung im Übrigen „keinesfalls linksextremistisch“, sorge aber regelmäßig für einen Auflauf von Rechtsextremisten vor Ort.
(bv)
14.01.2004
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