Jusos unterstützen HPS-Schüler
SPD-Jugendorganisation begrüßt das Engagement gegen Neofaschismus
Buxtehude .
Die Jusos begrüßen das Engagement der Halepaghen-Schüler, die Gefahr des Neofaschismus zu thematisieren. Der Vorsitzende der Buxtehuder SPD-Jugendorganisation, Timo Wölken: „Wir unterstützen jede Aktion, die sich mit der Vergangenheit auseinandersetzt, um zu verhindern, dass sich die Gedanken und Ideen von Altnazis in den Köpfen von Kindern und Jugendlichen wiederfinden. Faschisten haben in unserem Land nichts zu suchen.“
Wie berichtete, waren Anfang dieser Woche zwei Begleitveranstaltungen in der Volkshochschule Buxtehude zu der in der Halepaghen-Schule gezeigten Ausstellung „Neofaschismus in der Bundesrepublik Deutschland“ unter anderem aus Sicherheitsgründen abgesagt worden. Der Grund: ein Aufmarsch von Neonazis unter Führung des örtlichen NPD-Funktionärs Adolf Dammann und des Autors eines „Regierungsprogramms für ein Viertes Reich“, Reinhold Oberlercher; einer der Jüngeren aus der Gruppe bezeichnete sich als Nationalsozialisten.
Erst jetzt wurde bekannt: Oberlercher muss sich offenbar im Februar vor einem Berliner Gericht wegen Volksverhetzung verantworten.
Kritik übt die Organisation VVN-BdA am polizeilichen Staatsschutz, deren Beamte nach eigener Aussage in der VHS „deeskalierend“ vorgehen wollten. Dazu meint Harbart: „Skandalös ist das Verhalten der Staatsschutz-Polizisten, die die Organisatoren aufforderten, mit den Neonazi-Funktionären zu diskutieren.“ Und das angesichts zahlreicher Übergriffe von Rechtsextremisten auf Andersdenkende.
Information
Wer sich über den Neofaschismus informieren will: Von der VVN-BdA-Kreisvereinigung Stade gibt's eine Broschüre zu diesem Thema. Kosten: 1,50 Euro; Postfach 2105, 21 661 Stade. www.stade.vvn-bda.de (bv)
16.01.2004
|