Airbus-Piste: Eklat bei der Erörterung
Einwender boykottieren Planfeststellung
Neuenfelde/Harburg .
Eklat: Die Erörterung zur Verlängerung der Start- und Landebahn Richtung Neuenfelde ist am Donnerstag in der Friedrich-Ebert-Halle mit dem Auszug der Einwender zu Ende gegangen. Airbus will – mit Senat und einer satten Bürgerschafts-Mehrheit im Rücken – die Piste um 589 Meter verlängern.
Gemeinsam mit Einwendern aus Neuenfelde und Umgebung haben Vertreter des Schutzbündnisses, des Nabu und des BUND die Erörterung abgebrochen; die Hamburger Planfeststellungsbehörde – Dienstherr ist Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU) – ließ sich davon nicht beeindrucken. Mit dem Planfeststellungsbeschluss wird behördenintern Ende April gerechnet.
„Im Verlauf der Erörterung wurde deutlich, dass ein sachgerechtes Verfahren bei den eindeutigen politischen Vorgaben des Senats und der mangelhaften Auskunftsbereitschaft des Antragstellers Airbus nicht möglich ist“, sagt BUND-Geschäftsführer Manfred Braasch. Zuletzt hatte Airbus einem eigenen Gutachter das Wort entzogen. Dass tatsächlich das Gewicht der Frachtversion der A 380 die Verlängerung notwendig mache, „hat Airbus nicht ansatzweise nachweisen können“.
Das Verfahren sei nicht ergebnisoffen. Rolf Bonkwald (Nabu): „Das ist eine Farce.“ Einwender und Verbände fordern, dass die Erörterung erst nach dem 11. Februar, von einer unabhängigen Behörde, fortgeführt wird. An diesem Tag nickt die Bürgerschaft endgültig das Enteignungsgesetz ab. Gabi Quast (Schutzbündnis) geht davon aus, dass letztlich die Gerichte entscheiden werden.
Die Erklärung des Schutzbündnisses im Wortlaut (bv)
06.02.2004
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