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| Michael Quelle (links) und Uwe Ruprecht. Foto: Schwartau |
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Aktiver Widerstand kann helfen
Nazi-Debatte: Referenten Quelle und Ruprecht fordern zu Engagement auf / Frage der Woche und Forum
Buxtehude .
Während draußen die Polizei das Umfeld sicherte (Siehe Bericht), referierten im Buxtehuder VHS-Saal Michael Quelle und Uwe Ruprecht über Aktivitäten von Rechtsradikalen im Kreis Stade. Ihre Kernaussage vor rund 135 Zuhörern: Neonazis sind auch und gerade im Kreis Stade aktiv, doch aktiver Bürgerwiderstand kann sie im Zaume halten.
Michael Quelle von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) beobachtet seit Jahren die rechte Szene in der Unterelberegion. Er berichtete von zahlreichen Vergehen und Straftaten rechter Täter in den vergangenen Jahren. Diese reichten vom Totschlag des Buxtehuder Kapitäns Schneeclaus (Das TAGEBLATT berichtete) über den Überfall auf das Asylbewerberheim in Kutenholz (Das TAGEBLATT berichtete), bis hin zu Übergriffen von Skinheads auf einen Afrikaner im vergangenen Jahr. Doch neben diesen spektakulären Übergriffen gebe es auch eine Vielzahl den Behörden bekannter Vergehen und Straftaten, die nicht alle in der Presse auftauchten.
Uwe Ruprecht, Journalist aus Stade, ergänzte, dass auch die Justiz „nicht gerade blind auf dem rechten Auge ist, aber doch zumindest etwas nervös blinzelt“. Allein in acht von ihm beobachteten Strafverfahren mit rechtsradikalem Hintergrund sei kein einziger Polizist vor Gericht gehört, die Umstände der Taten damit nicht wirklich ausgeleuchtet worden.
Die Auflösung der Stahlhelm-Gruppe (Das TAGEBLATT berichtete) habe gezeigt, dass das Zusammenwirken von aktiven Bürgern und Behörden die Gruppen in die Enge treiben könne. Kurz vor einem Verbotsantrag hatte sich der Stahlhelm im Jahr 2000 selbst aufgelöst.
Beiteiligen Sie sich an der Frage der Woche: Sind Rechtsradikale eine ernstzunehmende Gefahr im Kreis Stade?
und diskutieren Sie mit im Forum.
(rsu)
18.02.2004
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