Ganz nah am König von Spanien
Ortstermin: Dem Himmelpfortener Rat wird das Projekt Deutsche Fährstraße vorgestellt
Himmelpforten .
Für ein paar Minuten spürte die Geest internationales Flair. Da fiel der Name Juan Carlos, da war von Madrid und Bilbao die Rede und schließlich von Osten und seiner Schwebefähre. Der Rat der Samtgemeinde Himmelpforten war entzückt.
Die angenehme Stimmung brachten zwei Besucher: Gerald Tielebörger und Jochen Bölsche sind erster und zweiter Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Osteland. Tielebörger sprach die Einleitung, Bölsche stellte das Projekt Deutsche Fährstraße vor, das am Mittwoch, 26. Mai, mit einem Festakt in Bremervörde offiziell eingeweiht wird.
Es ist eine Ferienstraße, die an 250 Kilometern Wasserweg entlang führt. Sie beginnt am Flusskilometer null der Oste in Bremervörde, führt schließlich durch den Landkreis Stade an die Niederelbe, wechselt das Elbufer und verläuft am Nord-Ostsee-Kanal bis nach Kiel. „Ein 250 Kilometer langes Museum“, nennt Jochen Bölsche diese Route. Denn an ihr befinden sich nahezu alle Möglichkeiten, die die Menschheit erdacht hat, um ein Flussufer zu überqueren. Hoch- und Klappbrücken, Prahmfähren und eben auch zwei von weltweit nur noch acht Schwebefähren. Die eine fährt von Osten nach Hemmoor, die andere von Rendsburg nach Osterrönfeld.
Die Deutsche Fährstraße ist ein Projekt, das auch einen vergessenen Nebenfluss der Elbe bekannter machen soll. Zwar ist die Oste Bundeswasserstraße, doch Auswärtige halten das Gewässer oft für einen Hörfehler und denken entweder an die Ostsee oder die Este.
Aber was hat der König von Spanien damit zu tun? Juan Carlos ist Ehrenpräsident des in Madrid gegründeten Weltverbands der Schwebefähren. Eine dieser Fähren steht in Bilbao.
Web-Tipp:
www.deutsche-faehrstrasse.de (pop)
15.05.2004
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