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| Das trägt die moderne Lolita: bauschiges, kurzes Kleidchen mit Puffärmeln, Hütchen und Kniestrümpfen. |
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| Kimja-Luca Sophie van den Berg trägt den Lolita-Look. |
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Echte Lolitas tragen Petticoats
Bauschige Kleidchen mit Spitze und Rüschen: Kimja-Luca Sophie van den Berg stellt eine Mode vor
LANDKREIS.
Mit der Jugendsubkultur "Gothic Lolita" hat sich Jugendreporterin Kimja-Luca Sophie van den Berg (20) auseinandergesetzt. Sie schreibt über die Herkunft und gibt Anregungen für einen Einstieg in die Mode.
"Gothic Lolita" ist ein Trend aus den japanischen Metropolen, der vor allem dank des Internets immer populärer wird. Ältere Leser denken beim Namen "Lolita" wohl als erstes an den berühmt-berüchtigten Roman von Vladimir Nabokov. Aber damit hat die Jugendsubkultur nichts zu tun.
Ende der 70er Jahre konnte man die ersten "GothLolitas" auf den Straßen Japans bewundern. Anfang der 90er Jahre wurde der Look endgültig populär und mittlerweise ist eine eigene Subkultur entstanden, die sich unterteilt in verschiedene Stile: Außer "Gothic Lolita" gibt es zum Beispiel "Sweet Lolita", "Classic Lolita" oder "Punk Lolita". In Deutschland entstand die sogenannte "Cyber Lolita" - ein Stil, der nicht mehr viel mit dem japanischen Vorbild gemein hat, sondern oft Lack und Leder, Miniröcke, schrille Farben oder viel nackte Haut beinhaltet.
Inzwischen gibt es in Deutschland regelmäßige Lolita-Treffen und zahlreiche deutsche Internetforen, in denen sich Gleichgesinnte schreiben, "Loli"-Mode kaufen und in Bildergalerien ihren Stil präsentieren.
Bei der Mode ist eine starke Anlehnung an viktorianische Kinderbekleidung und an die Trauerkleidung des 19. Jahrhunderts erkennbar. In der Regel enden die bauschigen Kleidchen eine handbreit über dem Knie. Sie sind hochgeschlossen und werden mit Accessoires wie Kniestrümpfen, sogenannten Headpieces, Hütchen und Schirmen ergänzt.
Der Eindruck, dass es sich um eine rein weibliche Jugendkultur ist, ist falsch. Zu den weiblichen Lolita-Stilen gibt es einen männlichen Gegenpart, der sich "Ouji" nennt und sich ähnlich wie die Lolitas kleidet.
Was mich an der Mode reizt? Da ich für meinen eigenen Stil gerne Elemente aus allen möglichen Subkulturen entnehme, inzwischen auch mit Vorliebe gekaufte Kleidung optisch verändere, um ihr einen individuellen Touch zu geben, ist "Gothic Lolita" für mich ein neuer Spielplatz der Ideen. Getreu Pippi Langstrumpfs Motto: "Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt!". Ich mag das verspielte mädchenhafte mit viel Spitze und Rüschen, als krassen Gegensatz dazu die düstere Ästhetik, die vor allem durch die Farben Schwarz und Weiß besticht. Im Internet findet man viele gute Tipps, von denen ich einige präsentiere:
Durchsucht Schränke, Fohmarktstände und Geschäfte nach Blusen jeglicher Art, nach Petticoats, der Grundlage jedes Lolita-Outfits, Kniestrümpfen, niedlichen Oberteilen, zum Beispiel mit Puffärmeln.
Für den Anfang solltet ihr euch auf zwei Farben beschränken, damit das Outfit nicht "unrund" aussieht, zum Beispiel rot und schwarz, rosa und weiß.
Vermeidet tiefe Ausschnitte und kurze Röcke: Eine Lolita hat das erklärte Ziel, kindlich und niedlich zu wirken - knappe Kleider tun das nicht.
Accessoires machen das Outfit vollkommen: Süße Taschen, Schirme mit Spitze, niedliche Stofftiere wie Häschen oder Schäfchen, als Schuhwerk eignen sich Plateauschuhe oder elegante, nicht spitz zulaufende Schuhe.
Habt Spaß an der Mode. Macht, was euch Freude bereitet.
Weitere Infos
Buchtipp: "Gothic & Lolita", Verlag: Phaidon, Preis 29,95 Euro
Bekannte Bekleidungslabels: Baby -the star shine bright, Angelic Pretty, Metamorphose
In der Anime-Serie "Rozen Maiden" gibt es viele Anregungen für die Kleidung
Die erste deutschsprachige Foto-Community mit ausführlichen Links: www.dunkelsuess.de
13.03.2010
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