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| Apfelsaft und -chips aus Kehdingen schmecken: Heinrich von Borstel, Sylvia Wolter und Heinrich Offe (von links) demonstrierten Kehdinger Selbstbewusstsein. Foto: Kanitz-Kabel |
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Kehdingen rümpft die Nase
Altes Land als Dachmarke: Vorwiegend Zustimmung
Kreis Stade (mk). .
Der Gedanke, künftig unter der Dachmarke „Altes Land“ auch für Urlaub zwischen Bützfleth und Balje zu werben, stößt in Kehdingen auf Skepsis. Stade, Buxtehude und Harsefelder Geest haben damit keine Probleme. Diesen Vorschlag sieht das neue Tourismus- und Organisationskonzept vor, das das Beratungsunternehmen BTE-Hannover für den Tourismusverband des Landkreises erarbeitet hat (das TAGEBLATT berichtete).
„Die anderen Regionen sind eben nicht das Alte Land“, da sind sich Heinrich von Borstel und Heinrich Offe vom Vorstand des Touristikvereins Kehdingen einig. Natürlich wollen sie sich gut mit dem Alten Land verstehen, sich in der Außenwirkung aber selbstbewusst darstellen. „Wir wollen auch als Region Kehdinger Land wahrgenommen werden“, betonte Sylvia Wolter, die Geschäftsführerin der Tourist-Info Kehdingen.
Der BTE-Vorschlag, den Bekanntheitsgrad des Alten Landes für die gemeinsame Werbung aller Regionen des Landkreises zu nutzen, sei daher „noch nicht der letzte Schrei“, so von Borstel. Zustimmung erntete dagegen der Plan, im Landkreis intensiver zusammenzuarbeiten und eine gemeinsame Dachmarke zu entwickeln. „Die Elbe sollte dabei im Vordergrund stehen“, findet der Vorsitzende des Touristikvereins Kehdingen. Auch die Lage zwischen Hamburg und der Nordsee solle stärker vermittelt werden.
Mit weniger Skepsis begegnen andere Tourismusexperten im Landkreis den neuen Plänen. Egon Ahrens, Geschäftsführer der Stade Tourismus GmbH, kann mit dem neuen Konzept leben: „Wir wollen unsere Region besser vermarkten, dafür müssen wir nutzen, was an Bekanntheitsgrad schon vorhanden ist.“ Und das Alte Land sei eben bundesweit bekannt. Zwar wollten alle, dass der eigene Name auch in Erscheinung tritt, dennoch sei die Umsetzung der neuen Pläne „der richtige Weg“, um die Wettbewerbsfähigkeit auf dem nationalen Markt zu verbessern und Gäste künftig zu längeren Aufenthalten in der Region zu motivieren.
Ähnlich sieht es Judith Brehm von der Stadtinformation Buxtehude. Dass sich nicht alle Regionen und Städte einzeln vermarkten, sondern künftig gemeinsam unter der Dachmarke „Altes Land“ werben sollen, „macht sehr viel Sinn“, meint sie. Für die Touristen von außerhalb sei das Alte Land eben ein bereits überregional bekannter Begriff.
Kirstin Rasenack von der Touristinfo im Rathaus Harsefeld registrierte bei der Vorstellung des neuen Konzeptes eine übereinstimmende Haltung der Tourismusverantwortlichen aus dem Landkreis. Danach sollten die Pläne realisiert werden, „wenn es der Sache dient“. Dieser „pragmatischen“ Haltung schließe sie sich an, sagt Kirstin Rasenack. Allerdings weist sie darauf hin, dass über dieses Thema im gesamten Landkreis noch diskutiert wird. - Am Mittwoch, 12. Januar, berät der Planungsausschuss Drochtersen ab 19.30 Uhr im Rathaus über das neue Tourismus- und Organisationskonzept.
- Beim Bau-, Wege-, Planungs-, Umwelt- und Wirtschaftsausschuss der Samtgemeinde Nordkehdingen steht das Thema auf der Tagesordnung der Sitzung am Donnerstag, 13. Januar, ab 18 Uhr im Freiburger Rathaus.
11.01.2005
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