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| Klaus Baumann und Dorothea Altenhofen vom NLWKN in Stade sind vom Projekt „Kooperation Trinkwasserschutz“ mit Landwirten in Wasserschutzgebieten überzeugt. Foto: Schmidt |
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Gras und Gülletank schützen Wasser vor Belastungen
Landwirte erhalten für umweltschonendes Wirtschaften Geld vom Staat
Kreis Stade .
Bauern, die in Wasserschutzgebieten freiwillig Grundwasser schonend wirtschaften, bekommen dafür vom Staat einen finanziellen Ausgleich – allein im Landkreis Stade jährlich insgesamt rund 280 000 Euro. Alle Verbraucher tragen mit dem „Wasserpfennig“ dazu bei. Darauf weist der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Stade hin.
Das Kooperationsmodell zum Trinkwasserschutz mit der Landwirtschaft, für das allein 2004 im Landkreis Stade 185 Verträge abgeschlossen wurden, passe gut zum Motto des heutigen Tages „Wasser für das Leben“. Das meint Dorothea Altenhofen, seit Jahresbeginn beim NLWKN für die Themen Gewässerbewirtschaftung und Flussgebietsmanagement verantwortlich. Aufgaben, die von der aufgelösten Bezirksregierung Lüneburg übernommen worden sind.
Gemeinsam mit ihrem Kollegen, dem Agrar-Ingenieur Klaus Baumann, schließt Altenhofen für das Land Niedersachsen Verträge mit Landwirten in den Schutzgebieten rund um die sieben Wasserwerke im Landkreis Stade ab. Auf 14 000 Hektar, rund elf Prozent der Landkreisfläche, könne so viel zum Schutz des Grundwassers getan werden, so Altenhofen.
Angesichts intensiver Landwirtschaft, Stichworte Gülle und Spritzmittel, macht das Programm Sinn. Auf Flächen, für die Kooperationsverträge abgeschlossen wurden, werde nun „pflanzenbedarfsgerechter gedüngt“, so Baumann. Messbar sei dies durch einen Rückgang der Nitratgehalte im Boden. Auch im Oberflächen nahen Grundwasser sei bereits ein Rückgang der Belastung feststellbar.
Ein wichtiges Mittel gegen die Überdüngung des Bodens seien so genannte Gras-Untersaaten auf Maisäckern, die überschüssige Nährstoffe abfangen. Auch der Bau zusätzlicher Lagerkapazitäten für Gülle und moderne Ausbringungstechniken für den Flüssigdünger zeigten ihre Wirkung, so das NLWKN.
Die Intensivlandwirtschaft gilt nach wie vor als Problemfall des Gewässerschutzes. So genannte diffuse Einleitungen über Bäche und Flüsse ins Meer, aber eben auch Belastungen des Grund- und somit des Trinkwassers machen den Experten Sorgen. Dorothea Altenhofen: „In Deutschland gehört es zur Selbstverständlichkeit, über qualitativ hochwertiges Trinkwasser zu verfügen. Es wird auch viel getan, um die Trinkwasservorkommen zu schützen.“
Weil es Jahrzehnte dauern könne, dass versickernde Verunreinigungen die Förderbrunnen erreichen, habe der vorbeugende Grundwasserschutz besondere Bedeutung, erklärt die NLWKN-Mitarbeiterin. (ccs)
22.03.2005
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