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| Der Stein des Anstoßes auf dem Buxtehuder Friedensplatz. Foto: Vasel |
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Friedensplatz: Streit um den Gedenkstein
Abbau im Gespräch – Buxtehuder Verwaltung prüft Vergangenheit der Offiziere
Buxtehude .
Die Stadt Buxtehude hat jetzt einen Friedensplatz – und ein Geschenk, das den Verantwortlichen im Rathaus offenbar Kopfzerbrechen bereitet: Der Gedenkstein für die vier Wehrmachtsoffiziere, die am 22. April 1945 die Stadt an die britischen Truppen übergaben.
Nach Unterlagen aus Bundesarchiven sollen zumindest zwei der auf der Gedenktafel genannten Soldaten an Kriegsverbrechen beteiligt gewesen sein. Konteradmiral Siegfried Engel verurteilte noch kurz vor Kriegsende 54 Deserteure zum Tode, ein anderer soll bei Juden-Deportationen und der Erhängung von Geiseln in Griechenland mitgewirkt haben.
Nach der Enthüllung durch Ex-Bürgermeister Hans-Georg Freudenthal regte sich am Freitag erster Protest. Anlieger Heiko Tornow ist entsetzt: „Dass hier Menschen geehrt werden, die Todesurteile unterzeichnet haben oder an der Ermordung von Geiseln beteiligt waren, ist abstoßend.“ Politik und Verwaltung sollten sich überlegen, ob dieser Stein tatsächlich auf einen Friedensplatz gehöre.
Diese Frage beschäftigt offenbar auch das Rathaus. Das Stadtarchiv durchleuchte die Vergangenheit der vier Offiziere, so Stadtbaurat Herwig Redecker auf Nachfrage gegenüber dem TAGEBLATT. „Ob der Gedenkstein bleibt, ist offen“, sagt Redecker.
Einen weiteren Artikel zu diesem Thema und Erinnerungen eines Zeitzeugen lesen Sie hier.
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10.05.2003
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