14.03.2017, 17:14
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Astrid Lindgren auf der Halepaghen-Bühne
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BUXTEHUDE. Am Freitag, 17. März, um 19.30 Uhr wird Peter von Sassen seinen Vortrag „Astrid Lindgren – ganz persönlich“ in Buxtehude präsentieren. Der NDR-Moderator widmet Astrid Lindgren einen audiovisuellen Themenabend mit über 600 Bildern, Filmsequenzen, Dokumenten und Musik. 

„Das wäre eine tolle Sache“, sagt Lange dem TAGEBLATT. Geplant sind hochwertige Multimedia-Vorträge. „Das können spannende Länderspiegel sein, die helfen, andere Kulturen zu verstehen und vielleicht auch mit Vorurteilen aufräumen können“, so Lange.

Um zu sehen, wie die neue Reihe in Buxtehude ankommt, gibt es in dieser Wochen am Freitag, 17. März, auf der Halepaghen-Bühne in der Konopkastraße in Buxtehude den zweiten Vortrag der vierteiligen Serie. Sollten zu den Vorträgen genug Besucher kommen, würde das Kulturbüro pro Theatersaison sechs Abende mit wechselnden Moderatoren und Themen anbinden.

Am kommenden Freitag um 19.30 Uhr wird Peter von Sassen seinen Vortrag „Astrid Lindgren – ganz persönlich“ in Buxtehude präsentieren. Peter von Sassen widmet Astrid Lindgren einen audiovisuellen Themenabend mit über 600 Bildern, Filmsequenzen, Dokumenten und Musik. Ihm und seinem Kollegen Erwin Neu gestattete die beliebte Kinderbuchautorin, einen letzten großen Film über ihr Leben zu drehen. 2013 war Peter von Sassen nach 20 Jahren wieder an die Orte von damals zurückgekehrt und hatte danach zahlreiche Aufnahmen und Bildszenen im Gepäck: Wundervolle Landschaftsbilder aus dem südlichen Schweden, Interviews mit der Trägerin des alternativen Nobelpreises und Filmausschnitte aus ihren Werken, Gespräche mit Wegbegleitern, historische Dokumente und vieles mehr machen diesen Abend zu einem besonderen Erlebnis. Astrid Lindgren ist 2002 gestorben.

NDR-Fernsehjournalist Peter von Sassen und Helfried Weyer sind befreundet. Weyer und von Sassen haben sich 2004 an Bord eines russischen Eisbrechers auf dem Weg zum arktischen Franz-Josef-Land kennengelernt. Weyer war für die Betreuung der Gäste und die Übersetzung von englischsprachigen Vorträgen an Bord, von Sassen mit einem Filmteam. Später entstand daraus ein gemeinsames Buch. „Wir sind uns seitdem in Freundschaft verbunden“, sagt von Sassen.

Weyer hatte im November vergangenen Jahres mit seinem Dia-Vortrag „Die weite Welt der Hurtigruten“ die kleine Testserie eröffnet. Das Comeback Weyers auf die große Bühne zwei Jahre nach seinem Rücktritt lockte 400 Besucher an. Ein starker Auftakt. Sind die anderen Vorträge ähnlich gut besucht, dürfte es an einer längerfristigen Zusammenarbeit zwischen Weyer, von Sassen und dem Kulturbüro der Stadt keinen Zweifel geben.

Drei Fragen an... Peter von Sassen

Sind Diavorträge angesichts digitaler Technik zeitgemäß?

Mehr denn je. Denn in einer immer unüberschaubareren Welt haben vermeintlich simple Dinge gerade einen Platz. Eine Dia- oder Multimedia-Schau ist ja zunächst nichts anderes, als eine Geschichte zu erzählen. Da steht eine Person auf der Bühne, zeigt Bilder und erzählt. Ein uraltes Prinzip – aber es funktioniert noch immer. Geschichten geben Orientierung, sie können trösten, anrühren oder einfach nur unterhalten. Und in der digitalen Welt haben wir Produzenten von solchen Multimedia-Schauen auch ganz andere Möglichkeiten, unsere Geschichten zu erzählen. Diese neue Technik nutzen wir natürlich.

Haben Sie Astrid Lindgren persönlich kennengelernt?

Ja, ich hatte das große Glück, Astrid Lindgren persönlich kennenzulernen. Das war 1993, als wir für den NDR den letzten größeren Film über sie drehen durften. Diese Begegnung war es auch, die mich dann 20 Jahre später inspiriert und ermutigt hat, noch einmal nach Schweden zu reisen und ihr Leben zu erforschen und zu porträtieren. Das war eine doppelte Spurensuche – einmal nach der Magie dieser damaligen Begegnung und auch eine Spurensuche in mir selbst. Ich bin viele Wochen alleine unterwegs gewesen und habe mein ganzes Gefühl für Astrid während dieser Zeit wiederentdeckt.

Können die Besucher von Ihnen etwas Neues über Astrid Lindgren erfahren?

Zunächst einmal erfahren sie vieles aus ihrem Leben und aus ihren Werken. Ihre Geschichten spielen auch eine Rolle in meiner Multimedia-Schau. Besonders reizvoll aber dürfte sein, dass die Zuschauer mit mir – und damals eben auch mit dem Film-Team – in ihrer ganz privaten Umgebung zu Gast sein dürfen. Sie lernen Astrid Lindgren eben nicht nur als Schriftstellerin, sondern vor allem auch als Mensch kennen. Und sie war wirklich ein ganz wunderbarer Mensch.

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