12.01.2016, 17:24
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Flüchtlinge verteilen Rosen in Stade
Leserbrief

STADE. Etwa 50 Asylsuchende verteilten heute Nachmittag Rosen an Passantinnen in der Innenstadt von Stade. Sie wollen sich damit von den Vorfällen der Silversternacht distanzieren, bei denen Migranten mutmaßlich Frauen – teils sexuell – belästigt haben sollen.

„Für nicht wenige in unserem Land [...] ist und bleibt der Muslim ein verkappter Sexist“, sagte kürzlich Aiman Mazyek, der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland. Ein deutliches Zeichen dagegen wollten nun rund 50 Flüchtlinge aus verschiedenen Unterkünften in Stade setzen.

„Wir selbst haben nichts Schlimmes getan, aber es ist wichtig, die Nachricht auszusenden, dass wir Flüchtlinge nicht alle gleich sind“, sagte der Organisator Ayman Allaham, ein in Syrien geborener Palästinenser. Die Migranten verteilten rund 400 gelbe Rosen zusammen mit einem Flugblatt, das auch als Entschuldigung bei und als Solidarisierung mit den Frauen verstanden werden soll.

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