27.04.2017, 22:38
Fünf Container für eine gerechte und gesunde Welt
Leserbrief

STADE. Wie bringen sich Menschen für die Allgemeinheit ein? Was kann jeder im Kleinen für den höheren Zweck tun? Das war Thema einer Podiumsdiskussion, mit der die Kunstaktion „Container Art Care“ hinter dem Museum Schwedenspeicher in Stade eröffnet wurde.

Der Macher der fünfteiligen Container-Tour, die in Stade debütiert: Rudi Fischer, Versicherungsmanager und seit 30 Jahren Künstler im Nebenberuf. Er wirbt mit dem Projekt für mehr eigenverantwortliches Handeln und Nachhaltigkeit.

Fünf Normen hat er formuliert: Umweltschutz, Menschenrechte, globale Verantwortung, soziale Gerechtigkeit, Freiheit. Verpackt hat er die Werte in Form eines Containers – „die einzige Norm, die in allen 196 Ländern und als Inbegriff der modernen Wertschöpfung gilt“. „Meine Vermutung ist, dass wir uns zivilisatorisch weiter zurückentwickeln“, mahnte Fischer. Der Kollaps drohe. Seine Frage: Wie möchten wir unseren Kindern und Enkeln diese Welt vermachen?

Ausstellungseröffnung mit Fußballstar Cacau

Zur von TAGEBLATT-Chefredakteur Wolfgang Stephan und Birte Christiansen moderierten Veranstaltung waren namhafte Gäste geladen, die sich in gesellschaftlichen und ökologischen Belangen stark machen, darunter Cacau, der ehemalige Fußballprofi und aktuelle Integrationsbotschafter des Deutschen Fußballbunds. Der Star-Gast, so arbeitete Stephan im Zwiegespräch mit dem Ex-Nationalspieler heraus, der in Brasilien aufgewachsen und mit 18 nach Deutschland gekommen ist, ist mit der derzeitigen Fluchtsituation nicht ganz unvertraut: Cacau stammt selbst aus ärmlichen Verhältnissen und gilt als Musterbeispiel für gelungene Integration – wie die DFB-Elf mit zahlreichen Spielern mit Migrationshintergrund.

Hier ist die Ausstellung zu sehen

Die Ausstellung „Container Art Care“ ist vom 27. April bis zum 27. Mai auf dem Platz hinter dem Schwedenspeicher zu besichtigen. Danach folgt der zweite Container mit dem Schwerpunkt „Reflexion“. Offen ist immer zu den Öffnungszeiten des Museums. In Stade scheint die Aktion bereits für Integration zu sorgen: Ein Team von syrischen Freiwilligen aus der Stadt hat sich bereiterklärt, die Aktion zu unterstützen und betreut den Container unter anderem beim Aufbau und während der Öffnungszeiten.

Leserbrief


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