26.07.2014, 12:13
Gefährlicher Polizeieinsatz an der Bahnlinie "Hamburg - Buxtehude"

HAUSBRUCH/NEUWIEDENTHAL. Aufgrund eines offenbar psychisch kranken, mit einer Schreckschusspistole bewaffneten Mannes musste am Sonnabendmorgen die Bahnstrecke Hamburg-Cuxhaven seit 9.30 Uhr teilweise voll gesperrt werden.
Aktuell: Sperrungen sind wieder aufgehoben (s. Text)

Die Geschichte: Ein 26 Jahre alter Mann hat am Sonnabendmorgen einen Großeinsatz der Hamburger Polizei ausgelöst: Die Beamten sperrten die Bahnlinie und die Cuxhavener Straße (B73). Der junge Mann hatte - gegen 9 Uhr - eine Tankstelle an der Neuwiedenthaler Straße betreten. Der Schwarzgekleidete kaufte sich dort eine Flasche Wasser und legte einen Zettel auf den Tresen. Er wollte in der Altwiedenthaler Straße in Höhe der Fußgängerunterführung festgenommen werden. Er habe damit gedroht, sich zu töten, hieß es. Der Tankstellen-Mitarbeiter rief die Polizei. An den Bahngleisen drohte der Mann (26) der Polizei, sich zu erschießen. Das Mobile Einsatzkommando rückte an, sperrte alles ab. Ein Polizeipsychologe überredete den Mann - kurz nach 13 Uhr - letztlich, aufzugeben. Der vermutlich psychisch kranke Mann soll bereits im vergangenen Jahr einen Suizidversuch überlebt haben. Er war "nur" mit einer Schreckschusspistole bewaffnet, so die Polizei am Nachmittag.

Aktuell Metronom:
14.00  Uhr: Streckensperrung Buxtehude und Harburg ist aufgehoben, 81520 von Cuxhaven nach Hamburg verkehrt bis Harburg und wendet dort zurück nach Cuxhaven auf 81521, 81521 wird ab Harburg mit ca. +10 Minuten verkehren.

13:17 Uhr: Wegen Sperrung zwischen Buxtehude und Harburg wendet 81518 von Cuxhaven nach Hamburg in Buxtehude zurück nach Cuxhaven, Fahrtzeiten 81519. Ein Ende der Sperrung ist zur Zeit noch nicht absehbar, SEV ist weiterhin problematisch, da der Bereich großräumig gesperrt ist (auch Straßen).

Aktuell S-Bahn:
13:45: Um ca. 13.45 Uhr hat die Linie S3 auch den Betrieb zwischen Neugraben und Harburg Rathaus wieder aufgenommen. Bis ca. 15.00 Uhr ist auf der Linie S3 noch mit vereinzelten leichten Verspätungen zu rechnen. Grund der Streckensperrung war ein Polizeieinsatz.

Seit ca. 12.25 Uhr fahren die S-Bahnen wieder zwischen Stade und Neugraben.
Zwischen Neugraben und Harburg Rathaus ist der S3-Betrieb weiterhin in beiden Richtungen eingestellt. Ein Ersatzverkehr mit Bussen kann dort leider nicht angeboten werden. Grund ist nach wie vor ein Polizeieinsatz. Dauer weiterhin nicht bekannt.


Die Polizei wollte am Mittag lediglich eine bewaffnete "Person im Gleisbett" an der S-Bahn-Linie bei Hausbruch/Neuwiedenthal bestätigen. Seit 11.45 Uhr ist der S3-Betrieb und der Metronom-Verkehr zwischen Stade und Harburg-Rathaus in beiden Richtungen eingestellt. Auch ein Ersatzverkehr mit Bussen kann dort leider nicht angeboten werden, beziehungsweise gestaltet sich schwierig. Metronom-Züge aus Cuxhaven wendeten in Buxtehude oder in Neugraben. Grund ist nach wie vor ein Polizeieinsatz - seit etwa 10 Uhr. Die Dauer ist nicht bekannt. Mehr Infos unter www.s-bahn-hamburg.de. Wegen des Polizeieinsatzes zwischen Harburg und Buxtehude sind auch Straßen weiträumig gesperrt. Zeitweise war von einer "schwerbewaffneten Person am Gleis bei Hausbruch" die Rede. Das SEK ist im Einsatz. Weitere Infos auch unter http://www.der-metronom.de/service/aktuelle-verkehrslage/. Gesperrt sind unter anderem die Straßenzüge Hausbrucher Bahnhofstraße, Cuxhavener Straße (B73) im Bereich Reherstieg und die Neuwiedenthaler Straße in Tatortnähe. Auf den Straßen rund um Harburg (im Hafen und im Alten Land beziehungsweise in Ehestorf/Harburger Berge) kommt es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Bahnreisende, die von Harburg nach Stade/Cuxhaven wollten, nahmen den Umweg über Bremen oder ließen sich abholen. Ein Ersatzbus ("der einzige, der fuhr", so eine Bahnreisende) steckte wenig später in der Polizeisperrung fest. Bahnreisende lobten die Betreuung und Info in Harburg, ein Zugführer verteilte sogar Süßigkeiten, so eine Buxtehuderin gegenüber dem TAGEBLATT. Die Taxen sind gut ausgelastet.

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