11.06.2016, 18:53
Großübung der Feuerwehren in Kranenburg
Leserbrief

KRANENBURG. Am Sonnabend haben fast 100 Kameraden aus fünf Feuerwehren in Kranenburg den Ernstfall geprobt. Das Szenario: In einem Einfamilienhaus ist bei Renovierungsarbeiten ein Brand ausgebrochen. Mindestens fünf Handwerker werden seither vermisst.

Um 17.11 Uhr alarmierte die Rettungsleitstelle des Landkreises die Ehrenamtlichen. Nach und nach rückten die Freiwilligen in Krankenburg, Oldendorf, Blumenthal, Burweg und Brobergen aus. Derweil machte sich bereits dichter Rauch in dem Wohnhaus breit.

Authentizität stand im Vordergrund

Erst vor Ort erfuhren die Männer, dass es sich bei dem Einsatz um eine Übung handelte. Sie verlegten hunderte Meter Schläuche, wagten sich teilweise unter schwerem Atemschutz in das verqualmte Gebäude vor und brachten die Statisten schnell ins Freie.

Das Aufgebot bemühte sich um Authentizität. Die Kameraden sperrten die Dorfstraße für den Durchgangsverkehr und nutzten, wie bei einem echten Feuer, eine Wärmebildkamera, um auszuschließen, dass sich in den Mauern noch versteckte Glutnester befinden.

Nachwuchs hatte Freude an der Übung

Mit einem großen Lüfter bliesen sie schließlich den Rauch aus dem leer stehenden Haus. „Ihr könnt abrücken“, sagte Übungsleiter Marcel Brandt nach rund einer Dreiviertelstunde zu einigen Feuerwehrleuten. „Ich bin zufrieden“, lautete sein erstes Fazit.  

 „Bei Bauarbeiten kann immer schnell etwas passieren“, erklärte er den Hintergrund der Aktion. Ein Kollege aus der Kranenburger Wehr habe vor Kurzem das Haus in der Ortsmitte gekauft, das sich ideal dazu eigne, „unsere Einsatzbereitschaft zu testen“.

Vor allem der Nachwuchs im Dorf hatte sichtlich Freude daran, den Freiwilligen bei der Arbeit über die Schulter zu sehen. Nach dem Einsatz trafen sich die Feuerwehrmänner am Gerätehaus zu einer Besprechung und ließen den Abend gemeinsam ausklingen.  

 

Leserbrief



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