30.03.2013, 18:23
Sietas-Werft dockt Errichterschiff Aeolus aus
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NEUENFELDE. Die Sietas-Werft in Neuenfelde hat am Sonnabend gegen 16 Uhr das erste in Deutschland gebaute Offshore-Windkrafttransport- und Installationsschiff ausgedockt.

Die Sietas-Werft in Neuenfelde hat am Sonnabend gegen 16 Uhr das erste in Deutschland gebaute Offshore-Windkrafttransport- und Installationsschiff ausgedockt. Schlepper zogen die Aeolus aus dem Dock, dann schleppten sie das Errichterschiff durch das Este-Sperrwerk zum Kaiser-Wilhelm-Hafen. Am Ostersonntag wird das Schiff - zwischen 16 Uhr und 17 Uhr - aus Hamburg zurückkehren. In der kommenden Woche wird ein weiteres Segment des Deckshauses auf den Schiffsrumpf gesetzt. Dann folgen die Beinführung und der Kran, der 900 Tonnen heben kann. Bislang lag der Neubau des ersten in Deutschland gebauten Offshore-Windkrafttransport- und Installationsschiffs im Dockhafen – auf einer Bauplattform (Absenkvorrichtung). Die könnte bis zu 12500 Tonnen tragen. Langsam wurde das Schiff zu schwer, deshalb musste es für die weiteren Arbeiten ausgedockt werden. "Die Aeolus wiegt zurzeit 9000 Tonnen", sagt Sietas-Projektleiter Oliver Arnold. Am Ostersonnabend wurde das Dock ab 8.30 Uhr geflutet. Bei Hochwasser schwamm der Neubau auf und wurde durch das Este-Sperrwerk auf die Elbe geschleppt, damit die Plattform – ebenfalls mittels eines Schleppers – aus dem Dock entfernt werden kann. Mehr als eine Stunde war die Brücke nicht passierbar. Die Passage durch das Sperrwerk war Präzisionsarbeit, das 140 Meter lange und 38 Meter breite Schiff hatte lediglich knapp 1,50 Meter Platz nach links und rechts, so Uwe Zobel von der Sietas-Werft, der die Schlepper dirigierte. Am Sonntag wird das Errichterschiff wieder in das dann freie Dock geschleppt, wo es dann schwimmend im Wasser liegt. Nach Abschluss der Schiffsrumpfarbeiten erfolgen jetzt die Endmontagearbeiten, wie das Setzen von Deckshaus und Kran. Später werden die 84 Meter langen Beine montiert - vorausichtlich bei der Testfahrt im Juni. Die Übergabe an den Auftraggeber, das renommierte niederländische Wasserbauunternehmen Van Oord, soll im Juli erfolgen. Ab September wollen die Niederländer die Aeolus einsetzen. Aufgrund der extremen Breite des Schiffes war die „Rochade“ notwendig. Mehr zum Ausdocken steht am Montagabend bei TAGEBLATT-Online und am Dienstag im TAGEBLATT. Einen Film gibt es in der Sendung "180 Sekunden aus der Region".

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