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Den Horneburger Robert Praßdorff faszinieren die Subkultur und der Okkultismus. In seiner Freizeit hört der 18-jährige Klavierspieler mit dem Künstlername Robert van Oz viel Metal und Rock. Entsprechend kleidet sich der Schüler auch.
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Den Horneburger Robert Praßdorff faszinieren die Subkultur und der Okkultismus. In seiner Freizeit hört der 18-jährige Klavierspieler mit dem Künstlername Robert van Oz viel Metal und Rock. Entsprechend kleidet sich der Schüler auch.
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Horneburger schreibt Musik für TV-Doku


JOKER-Interview mit Robert van Oz

Die eigene Musik vor größerem Publikum im Fernsehen zu präsentieren – das ist wohl der Traum eines jeden Künstlers. Ähnlich erging es dem 18-jährigen Horneburger Robert Praßdorff – sein Künstlername ist Robert van Oz. Für ihn ist dieser Traum ein Stück weit Realität geworden. Zwar präsentiert er seine Stücke noch nicht zur besten Sendezeit im ZDF bei „Wetten dass...“, doch ein erster Schritt in die richtige Richtung ist gemacht: Er komponierte auf dem Klavier die Musik für eine Dokumentation, die auf Hamburg 1 und im NDR zu sehen sein wird. JOKER-Reporter Jan-Hendrik Mautsch sprach mit dem jungen Musiker.

JOKER: Wenn du die Musik für eine solche Dokumentation beisteuerst, spielst du wahrscheinlich schon lange und intensiv Klavier. Wie lange genau?
Robert: Ich spiele nun schon seit sieben Jahren Klavier, das heißt seit meinem elften Lebensjahr. Bei mir fing das ganz normal mit klassischer Musik an, aber irgendwann wurde es mir zu langweilig, die Noten einfach nur nachzuspielen. Deswegen habe ich die Lieder ein bisschen verändert und neue Sachen ausprobiert. Ich habe mir Notenbücher gekauft und mir einige Sachen selber beigebracht. Immer wenn ich Zeit habe, nach der Schule, versuche ich Klavier zu spielen, manchmal bis zu fünf Stunden am Tag.

JOKER: Wenn man dich jetzt auf der Straße treffen würde, würde einem wohl als letztes einfallen, dass du Klavier spielst. Stattdessen würde man dich eher in der Gitarrenecke vermuten. Wie kommt es dass du gerade Klavier spielst?
Robert: So denken viele, das stimmt. In meiner Freizeit höre ich auch viel Metal und Rock und kleide mich auch dementsprechend. Mich fasziniert diese Subkultur und auch der Okkultismus sehr. Ich denke, dass ich Klavier und nicht Gitarre spiele, liegt einfach daran, dass das Klavier vor meiner Faszination für Metal da war und ich mich davon nicht mehr trennen wollte. Schließlich ist das Klavier auch eine Art Therapie für mich, die mir hilft, Ereignisse in der Musik zu verarbeiten.

JOKER: Kommen wir mal zur Dokumentation: Worum geht es da?
Robert: Die Dokumentation erzählt von Dozenten, die versuchen, Arbeitslose aus der Arbeitslosigkeit rauszuholen und ihnen zu helfen einen Job zu finden.

JOKER: Wie lief das: Haben dir die Macher des Films Szenen geschickt und du solltest dazu etwas komponieren?
Robert: Nein. Soweit ich weiß, haben die den Film der Musik angepasst und nicht umgekehrt. Ich hatte lediglich die Vorgabe, mit Klaviermusik bestimmte Emotionsfelder abzudecken. Zum einen etwas Melancholisches und zum anderen etwas, das sich nach und nach aufbaut und Hoffnung macht.

JOKER: Arbeitslosigkeit ist ja ein ernstes Thema. Hattest du beim Komponieren eine Geschichte aus deinem Bekanntenkreis oder etwas anderes im Kopf, das dir geholfen hat, dich in diese Menschen hineinzuversetzen?
Robert: Glücklicherweise hat in meinem direkten Umfeld keiner derartige Probleme. Aber ich hatte mal im „Spiegel“ einen Bericht über eine Frau gelesen, die fünf Jahre arbeitslos war und über keinerlei Computerkenntnisse verfügte und keine Chance auf einen Job hatte. Das hat mich schon irgendwie schockiert, dass man aus diesen beiden Gründen keine Arbeit mehr bekommt, und das, obwohl sie eine von denen war, die wirklich Arbeit suchen und arbeiten wollen. Stattdessen wird sie einfach fallen gelassen und kann ihren Kindern nichts bieten. Diese Geschichte hatte ich beim Komponieren im Hinterkopf.

JOKER: Bei dem Soundtrack agierst du eigentlich eher im Hintergrund. Würdest du mit deiner Musik auch gerne im Mittelpunkt des Geschehens stehen?
Robert: Ich sehe mich eher als den Künstler, der im Mittelpunkt steht. Trotzdem musste ich mich bei dem Soundtrack, wie du ja auch sagst, eher im Hintergrund halten. Wenn ich mich nach vorne gedrängt hätte und dann irgendwie herausgestochen wäre, hätte das den Film kaputt gemacht. Ich denke, dass man bei so einem Projekt zurückstecken muss, damit wirklich alles zueinander passt und auch am Ende gut wird.

www.myspace.com/progressivepiano

29.12.2007

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