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| Produktentanker in der Abendsonne: Die MS Conti Agulhas liegt vor Südkorea; das Schiff, das in das Management der NSB-Beteiligung Deutsche Tankschiff mit Sitz in Buxtehude geht, ist bei Hyundai in Ulsan in Südkorea gebaut und in dieser Woche dort von Ilka Hartmann getauft worden. Die MS Conti Agulhas ist der erste von sechs Tankern dieser Baureihe. |
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Die Buxtehuder Tankerflotte wächst
MS Conti Agulhas als erstes von sechs neuen Schiffen in Südkorea getauft – NSB-Tochter managt weitere Produktentanker
Buxtehude.
Die Niederelbe Schifffahrtsgesellschaft (NSB) setzt nicht nur auf Containerschiffe: Der Bereederer baut mit der Beteiligung Deutsche Tankschiff (mit Sitz in Buxtehude) eine neue Tankerflotte auf. 25 Produktentanker und mehr sollen es laut NSB-Chef Helmut Ponath einmal werden; mit sechs Neubauten wächst die Flotte auf elf. Jetzt ist in Ulsan (Südkorea) die MS Conti Agulhas in See gestochen.
Dieser neue Produktentanker wird weltweit eingesetzt werden. Das neue Schiff ist bei der Hyundai Mipo-Werft innerhalb von sieben Monaten gebaut worden. Die sechs neuen Tanker werden allesamt nach Meeresströmungen benannt (siehe Stichwort) und mit dem Präfix „Conti“ versehen. „Das Management dieser Schiffe übernimmt die Deutsche Tankschiff mit Sitz in Buxtehude“, sagt NSB-Sprecherin Bettina Wiebe.
Die Deutsche Tankschiff ist eine Tochtergesellschaft der Conti Reederei, der Harpain Reederei und der Niederelbe Schifffahrtsgesellschaft (NSB). Hintergrund: Die Conti Reederei aus München ist mit 45 Prozent der größte Anteilseigner bei NSB. Die Conti hat die sechs Produkten-/Chemikalientanker geordert; laut NSB erfolgt die letzte Ablieferung im Dezember 2008. Schiffsbauexperten aus Buxtehude haben den Bau auf der Werft in Südkorea betreut.
Die MS Conti Agulhas ist 184 Meter lang und 27,40 Meter breit; 37 000 Tonnen beziehungsweise 42 500 Kubikmeter passen in die Tanks. Die Geschwindigkeit liegt bei 15 Knoten. Die Schiffe werden mit osteuropäischen Offizieren und philippinischer Mannschaft unter der Flagge Liberias segeln. Die Produkten- und Chemikalientanker können zahlreiche Stoffe transportieren, wie zum Beispiel Rohbenzin, Auto- und Flugzeugkraftstoffe, Schmieröle und alle anderen Arten von Mineralölprodukten sowie Chemikalien.
Übrigens: Die Internationale Schifffahrtsorganisation (IMO) mit Sitz in London hat die Gefahrstoffe in drei Klassen eingeteilt, der neue Tanker ist ein „IMO 3“-Schiff. Diese transportieren die weniger gefährlichen Stoffe. Die sechs neuen Tanker werden allesamt ihren Charterdienst bei der United Product Tanker (UPT) aufnehmen. UPT hat seinen Sitz in Hamburg und gehört den Reedereien Columbia Shipmanagement und Donnelly Tanker Management aus Zypern. Diese Firmen gehören zur Schoeller Holding sowie zur Hartmann Reederei. Reeder-Tochter Ilka Hartmann durfte das Schiff am 26. Februar in Ulsan taufen.
Laut NSB fährt die aus rund 30 Tankern bestehende UPT-Flotte hauptsächlich auf dem Atlantik zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Nordeuropa sowie dem Mittelmeer. „Das wird auch für unsere sechs Tanker voraussichtlich das Hauptfahrgebiet werden“, so eine NSB-Sprecherin. Transportiert werden nach NSB-Angaben überwiegend Mineralölprodukte.
Web-Tipps:
www.uptankers.com
www.reederei-nsb.com
(bv)
28.02.2008
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