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| Alles lief gestern normal im Elbe Klinikum in Stade: Das Klinik-Management versuchte jedwede Aufregung um den Patienten auf der Infektionsstation zu vermeiden. Foto: Stephan |
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Letzte Meldung: Doch keine Schweinegrippe
48-jähriger Airbus-Ingenieur in der Infektionsstation im Elbe Klinikum Stade - Patient geht es gut
Kreis Stade (sbi/wst/kw)..
Draußen lief die Katastrophenschutzübung der Feuerwehr und am Empfang stand ein 48-jähriger Mann mit einer unglaublichen Selbstdiagnose: Verdacht auf Schweinegrippe. Der Schnelltest bestätigte die Vermutung: Der Airbus-Ingenieur könnte sich mit der als Schweinegrippe um die Welt gehenden Viruserkrankung vom Typ A/H1N1 infiziert haben. Bis gestern Abend blieb die endgültige Diagnose jedoch offen. Am Abend gab es aber jede Menge Ungereimtheiten zu dem Fall.
Nachdem erste Gerüchte in Stade im Umlauf waren, reagierte der Landkreis gestern Mittag mit einer Pressekonferenz im Kreishaus. Nach Darstellung von Professor Dr. Benno Stinner, Ärztlicher Direktor des Elbe Klinikums Stade, gab es diesen Sachverhalt: Der 48-jährige Airbus-Mitarbeiter meldete sich am Montagabend in der Klinik. Er hatte kein hohes Fieber, klagte aber über Kopf- und Gliederschmerzen und "fühlte sich nicht gut - wie bei einer gewöhnlichen Influenza", sagt Stinner, Bei dem Mann hätten allerdings die Alarmglocken geschrillt, weil er, so Stinner, erst am Sonnabend von einer Reise aus Paris heimgekehrt sei, bei der er auch direkten Kontakt mit Mexikanern hatte - bei Vermessungsarbeiten in einem Airbus-Flieger. Deshalb habe er sich - bestens informiert und gewissermaßen schon mit der Verdachtsdiagnose im Gepäck - ins Krankenhaus begeben. Seither befindet sich der Mann in Quarantäne auf der Infektionsstation des Elbe Klinikums Stade.
Aber: Gestern Abend zeigte sich Airbus-Sprecher Tore Prang sichtlich irritiert. Nach Airbus-Angaben sei der 48-Jährige keinesfalls dienstlich in Paris gewesen und habe folglich auch keinen Kontakt in einem Airbus-Flieger mit Mexikanern gehabt. Prang: "Er war privat unterwegs." Airbus war gestern auch keinesfalls begeistert, dass die Behörden den Arbeitgeber Airbus genannt hatten, ohne Airbus vorher darüber zu informieren.
Dazu Professor Stinner: "Es ist für uns nicht erheblich, ob der Mann dienstlich oder privat in Paris war, sondern nur, ob er Kontakt mit Mexikanern hatte.
Nach ersten Informationen auf der TAGEBLATT-Homepage im Internet gab es gestern erhebliche Unruhe in den Airbus-Werken in Stade und Buxtehude. Nach TAGEBLATT-Informationen ist der Grippe-Patient aber in Finkenwerder tätig.
Die Entwarnung gab es spät in der Nacht: Kurz vor TAGEBLATT-Redaktionsschluss kam die Meldung aus Berlin: Keine A/H1N1 -Infizierung. Der Patient hat eine normale Grippe. Mehr nicht.
07.05.2009
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