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| Helfen ist immer besser als gar nichts tun: Das DRK macht mobil. |
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Keine Angst vorm Rippenbruch
Kräftiges Zupacken bei der Herz-Lungen-Druckmassage - DRK sucht Sponsoren für Geräte gegen das Herzkammerflimmern
Buxtehude.
Das Buxtehuder Rote Kreuz macht Ernst: Die freiwilligen Helfer haben Standorte für ein möglichst flächendeckendes Netz von Defibrillatoren (Defi) ausgeguckt. Mit ihnen soll dem tödlichen Herzkammerflimmern Einhalt geboten werden. Jetzt werden Sponsoren gesucht, die die rund 1600 Euro teuren Geräte mit finanzieren sollen.
Um zu wissen, wovon die Rede ist, hat sich die Buxtehuder TAGEBLATT-Redaktion von den beiden stellvertretenden Vorsitzenden des Buxtehuder DRK Joachim Mieske und Andreas Weikusat die Funktionsweise eines Defibrillators erklären lassen und es selbst ausprobiert. Das Fazit: Es ist wirklich nicht schwer. Wer die fünf oben abgebildeten Schritte beherzigt, hat gute Chancen, im Falle des Falles Leben retten zu können. Denn sobald das Gerät von einem Passanten geholt und geöffnet ist, legt die Stimme im Defi los und sagt, was zu tun ist.
Deutschlandweit wird die Zahl der Toten durch Herzkammerflimmern auf rund 100 000 geschätzt. Dabei gerät das Herz aus dem Takt und flimmert nur noch. Das Blut wird nicht mehr durch die Adern gepumpt, schon nach kurzer Zeit treten schwere Schäden durch Durchblutungsmangel ein. Deshalb ist Eile geboten. Und für Helfer besteht keine Gefahr, auch beim notwendigen herzhaften Hinlangen bei der Herz-Lungen-Druckmassage, bei der auch schon mal eine Rippe des zu Behandelnden brechen kann, betont Joachim Mieske: "Auch wenn die Behandlung nicht ganz richtig ist, ist es besser, als nichts zu machen, Fehler sind nicht strafbar." Beachten sollte man allerdings, dass die Geräte (noch) nicht für Personen unter acht Jahren und einem geschätzten Gewicht von unter 25 Kilogramm geeignet sind.
Mit Freude können die beiden DRK-Vertreter berichten, dass die Stadt Buxtehude alleine fünf bis sechs Geräte kaufen will. Sie sollen im Rathaus, im neuen Verwaltungsgebäude, im Jahnstadion, am Schulzentrum Nord, an der Halepaghenschule und nach Möglichkeit auch am Schulzentrum Süd öffentlich zugänglich platziert werden. Grundsätzlich sollen die Geräte dort angebracht werden, wo viel Publikumsverkehr herrscht. Gedacht ist auch an den Bereich Stackmann-Kaufhaus. Weitere Standorte könnten im Hallenbad, am Freibad, an den Einkaufszentren Westmoor, Torfweg und am Bahnhof sein. Die Bahnhofstraße soll gut bestückt werden, und ein Gerät könnte auch im Fachmarktzentrum Harburger Straße hängen. Zudem wird das DRK ein Gerät am ZOB aufhängen und die Polizei mit einem Defi ausstatten. Im Bereich Stader Straße könnte das Altenheim oder das Mehrgenerationenhaus Standort werden.
Geschäfte und Einrichtungen, die über möglichst breite Öffnungszeiten verfügen und bereit sind, ein Gerät aufzustellen, können sich ab sofort bei Joachim Mieske ( 01 51 / 56 36 15 50) oder Andreas Weikusat ( 01 71 / 2 26 66 94) melden. Wer finanzielle Hilfe leisten will, überweist Spenden bitte an das Konto:
Sparkasse Harburg-Buxtehude
BLZ: 207 500 00
Kto. Nr.: 90043753
Stichwort: Kampf dem Herztod
Spendenbescheinigungen ab 100 Euro sind möglich (bitte auf Überweisung vermerken).

- Person liegt hilflos auf dem Boden. Helfer spricht als erstes die Person laut an, schütteln, prüft, ob Bewusstsein und Atmung da sind und ob Blut austritt.
- Wenn Bewusstsein und Atmung da sind, Hilfe rufen (112), ständig ansprechen und in stabile Seitenlage bringen. Eventuelle Wunden versorgen.
- Kein Bewusstsein: Hilfe rufen (112). Puls und Atmung prüfen, Ohr an die Nase halten (Brustkorb beobachten), Kein Atem: Im Wechsel 2 x beatmen, ...
- .... und 30 kräftige und schnelle (2-x pro Sekunde) Herz-LungenDruckmassagen mit durchgestreckten Armen. Beatmung und Massage bis der Arzt kommt.
- Sobald Helfer den Defibrillator gebracht haben, Gerät öffnen und der Sprachansage folgen. Pads wie abgebildet auf die Brust kleben.
(rsu)
04.09.2009
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