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| Jennifer Klemme, medizinisch-technische Radiologieassistentin, bereitet einen Patienten auf die Kernspintomographie vor. |
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| Rümpler. |
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Hightech liefert exakte Bilder
Klinik Dr. Hancken holt modernste Technik nach Stade - Bessere Diagnose auch bei Brustkrebs
Stade.
Die Stader Hancken-Klinik zieht mit den modernsten Kliniken Deutschlands gleich. Am Donnerstag präsentierte Dr. Christoph Hancken den 3-Tesla-Kernspintomograph von Siemens. "Jetzt können wir zum Beispiel die weibliche Brust oder die Prostata exakter darstellen und damit besser diagnostizieren und heilen", sagt Klinikchef Hancken.
Thema Brustkrebs. Wo andere Untersuchungsmethoden nicht reichen, kommt der Kernspintomograph zum Einsatz. "Die Untersuchungsmethode ist für die Frauen deutlich angenehmer", sagt Dr. Thilo Töllner, der das regionale Mammographie-Screening-Programm durchführt. Mit dem Hightech-System kann die verdächtige Brustregion exakt lokalisiert werden. Das hilft dem Operateur, denn die genaue Darstellung zeigt, wo geschnitten werden muss. Und die von Krebs betroffene Frau bekommt eine schonende Operation, was im Fall des Falles den Erhalt der Brust bedeuten kann.
Thema Prostatakrebs. Ein weiterer wichtiger Einsatzbereich des neuen Gerätes, der im Fachjargon Magnetresonanztomograph heißt, ist die Prostata. Die Klinik Dr. Hancken verfolgt das Ziel, gemeinsam mit den niedergelassenen Urologen in der Region ein Prostatazentrum aufzubauen. Somit können Patienten mit einem Prostatakarzinom wohnortnah behandelt werden.
Das neue 3-Tesla-System ebnet den Weg für eine innovative Prostatakrebstherapie, bei der radioaktive Titanhülsen in die Prostata eingebracht werden und also vor Ort die Krebszellen zerstören. Für diese Seed- oder Brachytherapie erfolgt die Diagnostik und OP-Planung zum großen Teil am neuen Kernspintomographen.
"Unsere Patienten fühlen sich bei der Untersuchung am neuen Kernspin sehr wohl", schildert Dr. Wilhelm Rümpler, der leitende Radiologe der Klinik Hancken, den Arbeitstag aus klinischer Sicht am neuen Gerät. In vielen Fällen könne der Patient mit den Füßen voran in die Röhre, die beinahe schon keine mehr ist. Auch korpulente Patienten fühlten sich in der 70 Zentimeter messenden Röhre nicht mehr beengt. Zudem ist sie mit 1,55 Meter recht kurz.
Im Unterschied zu anderen Geräten hat das 3-Tesla-System ein besonders starkes Magnetfeld. Das führt zu schärferen Bildern. Allerdings bedeutet das auch eine enorme Datenfülle, so Chefradiologe Rümpler. So ist die Klinik nicht nur in der Rolle des Anwenders, sondern auch des Mitentwicklers, was Datenaufbereitung angeht.
"Wir sind im Norden ganz vorne mit dabei", sagt Christoph Hancken. Ob das Niveau, das mit dem Einsatz der modernen Technik entstanden ist, zu halten ist, hänge aber auch von der Politik ab. Die Notwendigkeit ist aus Sicht des Klinikchefs da. Täglich erwarten bis zu 60 Patienten eine Diagnose.
Stichwort: Kompetenz in der Magnetresonanztomographie
Seit vielen Jahren baut die Klinik Dr. Hancken ihre Kompetenz in der Magnetresonanztomographie (MRT) aus. In Stade arbeiten die Radiologen bereits seit einem Jahr am 1,5-Tesla-System Avanto, am Klinikum Buxtehude gibt es jetzt auch einen 1,5-Tesla-Kernspintomographen, der ebenfalls von der Klinik Dr. Hancken betrieben wird. Insgesamt hat Hancken für den Ausbau der regionalen MRT-Kompetenz fünf Millionen Euro investiert. (ief)
02.10.2009
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