Hochschule macht sich immer breiter
Bald auch BWL in Stade - Neuer Name
STADE.
Stade ist auf dem besten Weg, ein "richtiger" Hochschulstandort zu werden. Der mitunter als "Airbushochschule" bezeichnete Ableger der Privaten Hochschule Göttingen (PFH) in Ottenbeck dringt nun in die neuen Bereiche Wirtschaftswissenschaften, Fernstudium und Weiterbildung vor. Die Entwicklung begleitet künftig ein Beirat aus der Region.
Stades Bürgermeister Andreas Rieckhof ist fasziniert von der Dynamik, mit der sich die PFH in Stade entwickelt. "Das hätten wir uns vor vier Jahren gar nicht träumen lassen", meinte Rieckhof bei der konstituierenden Sitzung des Beirats.
80 Absolventen bislang, angeleitet von sechs hauptamtlichen Professoren - nach dem erfolgreichen Anlaufen der Studiengänge Verbundwerkstoffe/Composites in 2006 sei es nun an der Zeit, die Hochschule am Standort Stade auf eine breitere Basis zu stellen, sagte PFH-Präsident Professor Bernt Sierke. "Stade ist für die PFH von ganz zentraler Bedeutung."
Diese Weichenstellungen für einen strategischen Ausbau und die Positionierung im Elbe-Weser-Dreieck begleitet der nun gegründete Beirat. Er wird Empfehlungen zum wissenschaftlichen Profil und zur Entwicklungsplanung abgeben.
Ob Vertreter der Stadt, des Landkreises, des Handels oder des Handwerks - sie alle eint die Überzeugung, dass ein breit angelegter Hochschulstandort für die Region wichtig ist. "Starke Hochschule gleich starker Standort", fasst das Dieter Kanzelmeyer von der Sparkasse Stade-Altes Land zusammen.
Als vier Schwerpunkte der künftigen Arbeit, an der der Beirat beteiligt ist, nannte PFH-Präsident Sierke die Entwicklung der Studiengänge im Technologie- und im Wirtschaftsbereich, den Aufbau eines Studiengangs BWL, den Ausbau des Fernstudienzentrums Stade/Hamburg sowie den Ausbau eines Weiterbildungsnetzwerks.
Die Sitzung des Beirats am Dienstag endete humorvoll. Denn die hiesigen Beiratsmitglieder drängten den Präsidenten, doch auch noch den neuen Namen der Hochschule zu verraten. Sierke zögerte einen Moment, hatte sich aber schnell daran gewöhnt, dass der Beirat gleich mitmischte. "Hochschule Göttingen-Stade" wird es bald heißen. Für Präsident Sierke "ein deutliches Bekenntnis zur Region". Den sofort geäußerten Wunsch des Beirats, Stade könne doch auch vorne stehen, wurde mit Lachen quittiert, bleibt also unerfüllt. (ief)
Der Beirat der PFH
Die Mitglieder des Beirats sind: Professor Bernt R. A. Sierke als Präsident der PFH Göttingen, Andreas Rieckhof als Bürgermeister der Stadt Stade, Wolfgang Leven als Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands, Jörg Orlemann als Geschäftsführer der IHK, Michael Roesberg als Landrat, Dieter Kanzelmeyer als Vorstand der Sparkasse Stade-Altes Land und Dagmar Froelich als Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit.
05.11.2009
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