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| Das erste Stader Gaswerk als Minimodell.Quäker |
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| Stadtwerke Chef Hacker (links) und sein Vorgänger Lüder Scholz. |
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1859 erhellen die ersten Gaslaternen die Stadt Stade
Stadtwerke feiern 150 Jahre Energieversorgung mit einer Chronik und einer kleinen Ausstellung im Schwedenspeicher
STADE.
42 rußige Ölfunzeln beleuchteten Stades nächtliche Straßen, Gassen und Plätze bis 1859 nur trübe. In den Häusern brannten Petroleum- und Öllampen oder Kerzen. Mit dem Bau einer Gasanstalt wurde es hell. 150 Jahre Energieversorgung in Stade gilt es jetzt zu feiern.
Am 23. April 1859 war es, als im Stader Stadtbereich erstmals die 156 installierten Gaslaternen angezündet wurden - alle übrigens per Hand. Das bereits einige Monate zurückliegende Jubiläum feiern die Stadtwerke nun selbstbewusst, dabei bescheiden, nach. Eine Mini-Ausstellung im Schwedenspeicher-Foyer wurde am Freitag mit einem fröhlichen kleinen Festakt eröffnet.
Bei der Gelegenheit stellte Stadtwerke-Chef Gerhard Hacker die Chronik "Gestern, heute, übermorgen" vor. Auf 150 reich bebilderten Seiten dokumentieren darin Hacker selbst, sein Vorgänger Lüder Scholz und Dieter Theodor Bohlmann die Geschichte der Stader Energieversorgung von den Gaslaternen bis zum modernen Blockheizkraftwerk und zu den besonders in die Zukunft weisenden Photovoltaik- und Solar-Technologien.
Die Jubiläumsausstellung ziert ein Miniaturmodell der nahe dem Stadthafen (wo die 1834 abgerissene St. Nicolaikirche stand) errichteten Gasanstalt. Mit ihr begann - so Hacker - "eine Erfolgsgeschichte, die bis heute anhält".
Das Gas, das dort aus Kohle gewonnen wurde, speiste neben den 156 Straßenlaternen 1750 Privatflammen und 265 Lampen in den Königlichen Instituten. An den 230 Abenden pro Jahr, an denen die öffentlichen Gaslaternen nun leuchten konnten, war es gleichwohl ab 23 Uhr wieder zappenduster.
Die Verlegung der Gasrohre erreichte 1876 auch die Kehdingertorsvorstadt. 1890 wurde das Werk erweitert. Gas wurde nun auch zum Kochen und für den Antrieb von Motoren genutzt. Unaufhaltsam folgte Stade dem Aufbruch ins technische Zeitalter. Ferndruckzünder ersetzten ab 1908 die Laternenwärter. Nach dem Ersten Weltkrieg trat der elektrische Strom seinen Siegeszug an. Die weniger verlässlichen und weniger sauberen Gaslaternen hatten ausgedient.
Inzwischen geriet auch die Stader Energieversorgung ins globale Konkurrenzgerangel. Rechtzeitig zum Jubiläum kann Hacker nun eine "Renaissance der Stadtwerke" vermelden: 50, in der Thüga AG zusammengeschlossene Werke, darunter das Stader, haben sich gerade von der E.ON freigekauft. Hacker freut sich deshalb über "eine gute und richtige oder besser: Richtig gute Entwicklung nach 150 Jahren Tradition". (q)
Chronik und Ausstellung
Die Chronik ist für 3 Euro bei den Stadtwerken und im Schwedenspeicher-Museum zu haben. Die Ausstellung ist bis zum 1. Advent zu sehen. Sie zeigt Dokumente, nostalgische Leuchter und Lampen, eine große Gaslaterne und ein Modell des Gaswerks von 1859. Öffnungszeiten: Dienstags bis freitags 10 bis 17 Uhr, sonnabends und sonntags 10 bis 18 Uhr.
14.11.2009
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