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| Werbung für die Internationale Bauausstellung in Blau-Weiß: S-Bahn-Chef Kay Uwe Arnecke kam zur Halbjahresbilanz Ton in Ton. Foto Strüning |
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Halbjahresbilanz in Blau-Weiß
Immer mehr Kunden aus dem Kreis Stade nutzen die S-Bahn - Winterpannen sollen sich nicht wiederholen
LANDKREIS.
Der Schlips passte zum Anlass, Kay Uwe Arnecke, trägt Blau-Weiß. Der Sprecher der Hamburger S-Bahn Geschäftsführung hatte am Donnerstag zudem einen blau-weißen Zug dabei. Mit seinem Outfit macht er Werbung für die Internationale Bauausstellung (IBA) in Wilhelmsburg. Die feiert in diesem Jahr Halbzeit. Eine Halbjahresbilanz zog Arnecke zum S-Bahn Jahr 2010 für die Linie S 3 in Richtung Stade: Die Fahrgastzahlen wachsen weiter und für die Kunden soll es noch bequemer, pünktlicher und attraktiver werden.
Der harte Winter hatte auch der S-Bahn zugesetzt. Immer wieder hatte es in Neugraben Probleme mit der Technik beim Umpolen von Oberleitungsstrom zur Stromschiene gegeben. Dennoch, so Arnecke, die Pünktlichkeit der S-Bahn-Züge lag im ersten Halbjahr bei 97 Prozent. Das heißt, nur drei Prozent der Züge lagen außerhalb der Toleranzzeit von fünf Minuten. Die gilt für Landgebiete, in der Stadt sind es drei Minuten. Nach diesem Maßstab kamen auf der S3-Linie 92 Prozent aller Züge pünktlich. Doch es soll noch besser werden. Für den kommenden Winter sind Verbesserungen geplant: So werden die Stromabnehmer stärker gefettet, sie bekommen einen längeren Impuls zum Ausfahren und es gibt Gespräche mit dem Hersteller, um das Frostproblem in den Griff zu bekommen.
Insgesamt registriere die S-Bahn deutlich weniger Kundenbeschwerden als in der holprigen Anfangszeit. "Die Zwei-Strom-Technik ist deutschlandweit einmalig", sagt Arnecke. Da habe es Kinderkrankheiten gegeben, doch inzwischen wecke sie eher in anderen Regionen Begehrlichkeiten, so in Kaltenkirchen, wo auf den Erfolg mit steigenden Kundenzahlen aus dem Kreis Stade verweisen wird. Sechs Millionen Kunden waren es im ersten Jahr 2008, im zweiten Jahr gab es eine Steigerung von sieben Prozent, und auch im ersten Halbjahr 2010 geht es bergauf, Zahlen liegen noch nicht vor.
Im Landkreis Stade sieht Arnecke noch Kapazitäten nach oben, ein Überholgleis, wie einige es gefordert hatten, sei nicht nötig. Es gebe andere technische Möglichkeiten, den Takt bei Bedarf weiter zu verdichten. Für das Nadelöhr zwischen Harburg und Hauptbahnhof sei gerade eine solche "Verstärkerlinie" in Planung. Dabei werden Signale in kürzere Abstände gesetzt. Weil zwischen zwei Signalen jeweils nur ein Zug fahren kann, können durch mehr Signale auf der Strecke auch mehr Züge fahren.
Neben diesen bahntechnischen Veränderungen arbeitet die S-Bahn aber auch an weichen Faktoren, und das ist durchaus wörtlich zu nehmen: Für rund zwei Millionen Euro werden bis Ende 2010 die Sitze in 112 Zügen gegen weichere ausgetauscht. Die elektronischen Fahrtzielanzeiger auf den Bahnhöfen im Kreis werden bis Ende 2010 ebenfalls alle aufgestellt sein, es fehlen noch die in Dollern und Agathenburg und ein Anzeiger am EVB-Gleis in Buxtehude. Mit neuer Software ausgestattet sind bereits alle Fahrkartenautomaten, so dass Unkundige auf einem Extra-Feld rechts oben im Automatendisplay über die Fahrtzielangabe einfach ihr Ticket auswählen können.
Eine Veränderung bei der Metronom-Gesellschaft wird die S-Bahn absehbar nicht mitmachen: das Alkoholverbot. Für Kay Uwe Arnecke ist das in einer S-Bahn, die vornehmlich in einer Metropole aktiv ist, nur schwer umsetzbar und kontrollierbar. Allerdings werde dort, wo sich die Menschen danebenbenehmen, durch das Sicherheitspersonal eingegriffen. Hier habe sich der Einsatz der Überwachungskameras bezahlt gemacht. Der Vandalismus sei seither deutlich zurückgegangen. Arnecke: "Wir können fast jeden Täter ermitteln." (rsu)
Einkaufsmöglichkeit
Für die Buxtehuder Bahnkunden wird es bis Ende des Jahres zwei weitere Verbesserungen geben, so hofft Bahnsprecher Dirk Pohlmann: An der Kopfseite des Bahnhofsgebäudes nahe den Fahrradständern wird ein Service-Laden eingerichtet. Der soll, wenn ein Mieter gefunden ist, den Fahrgästen Kleinigkeiten für den Reisebedarf anbieten, darunter Zeitungen, Getränke und Süßigkeiten. Als zweite Maßnahme werden in Buxtehude ab Ende August die Fahrstühle erneuert.
30.07.2010
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