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| Mit großem Interesse verfolgten die TAGEBLATT-Gäste den Vortrag Thomas Friedrichs (Dritter von rechts) von der Stadt Stade. Foto von Allwörden |
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Forschungszentrum stößt auf Interesse
TAGEBLATT öffnet Türen: Stades Wirtschaftsförderer Friedrichs führt exklusiv Leser durch die Großbaustelle
STADE.
Das Interesse war groß, als am Mittwochabend 31 TAGEBLATT-Leser die Möglichkeit hatten, sich von Stades Wirtschaftsförderer Thomas Friedrichs durch das CFK Valley und insbesondere durch den Neubau des Forschungszentrums CFK Nord führen zu lassen. Im Zuge der Aktion "TAGEBLATT öffnet Türen" gab es die einmalige Chance, sich das Zentrum vor der offiziellen Eröffnung Ende September dieses Jahres im fast fertigen Zustand anzuschauen.
Die Fakten, die Friedrichs nannte, waren beeindruckend: Der runde 30 Millionen teure Neubau bietet in den drei Bürotrakten Platz für rund 100 Ingenieure und Wissenschaftler, die hier an dem Einsatz des hochmodernen Werkstoff CFK (Carbonfaser verstärkter Kunststoff) arbeiten werden. Gute 45 Kilometer EDV-Kabel seien verarbeitet worden und über 6200 Tonnen Stahl, erzählte Friedrichs, der gleichzeitig Geschäftsführer der städtischen Tochter ist, die das Forschungszentrum baut und dann an die Hauptmieter DLR (Deutsches Luft- und Raumfahrtzentrum) und ans Fraunhofer-Institut vermietet. Aber auch Firmen wie Dow oder Airbus-Tochterunternehmen gehören zu den Nutzern der zu 98 Prozent vermieteten Zentrums.
Friedrichs erklärte, warum die Stadt als Bauherr auftritt. Runde 20 Millionen Euro fließen nämlich als Zuschuss aus dem Topf der EU, der vom Land Niedersachsen vergeben wird. "Solche öffentlichen Mittel können nur an öffentliche Bauherren gehen und nicht an einzelne Firmen", erklärte der Wirtschaftsförderer. Die fehlende Investitionssumme wird mit der Sparkasse Stade-Altes finanziert und über die Mieteinnahmen getilgt.
Friedrichs stellte die Entwicklungschancen heraus, die sich für Stade durch das CFK Valley ergeben haben und in Zukunft ergeben werden. Seit 2002 seien alleine im Umfeld des Ottenbecker Airbuswerkes rund 350 neue Arbeitsplätze entstanden. Die 100 Wissenschaftler und Ingenieure des Forschungszentrums kommen jetzt hinzu. Im Laufe dieser wenigen Jahre, so Friedrichs weiter, seien das Technologiezentrum Stade, das Dienstleistungszentrum sowie die Fachhochschule für CFK-Ingenieure entstanden. Stade spiele bei CFK europaweit eine führende Rolle, so Friedrichs Resümee.
Mit die Besichtigung endet für diese Sommerferien die Aktion "TAGEBLATT öffnet Türen". (pa)
30.07.2010
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