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| Familien- und Belegschaftsfoto in einem: Susann und Mirko Hübner sind Schadstoffen auf der Spur – ihren Golden Retriever Malik haben sie in Stade zum Schimmelpilz-Suchhund ausgebildet. Foto: Klempow |
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Malik erschnüffelt den Schimmelpilz
Sonnabend bei der Messe: Spürhund aus Stade
Stade.
Schwarz, ein bisschen feucht glänzend und groß ist sie. Ziemlich groß, auch für einen Golden Retriever. Aber Maliks Nase kann auch etwas Besonderes. Sie ist darauf trainiert, Schimmelpilze in Räumen zu finden. Malik ist vielleicht der erste in Deutschland ausgebildete Schimmelsuchhund. Gelernt hat er das in Stade. Dort zeigt er sein Können im Stadeum.
Im Einsatz ist Malik für Susann und Mirko Hübner. Das Ehepaar aus Stade betreibt in Hamburg ein Sachverständigenbüro und Labor. Die Analytik von Schadstoffen im Innenraum ist bundesweit das Metier ihrer Firma Engel KG, die sich auf der Messe „Alles fürs Heim“ präsentiert.
Die Hübners sind vernarrt in ihren Golden Retriever Malik. Seit 2000 ist die Firma auch in Stade vor Ort. Hierher hat sich Susann Hübner aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen, um die Gerichtsgutachten zu Schadensfällen zu schreiben. „Dann kam unser Dickerchen“; sagt Mirko Hübner und streicht dem Hund über das golden schimmernde Fell.
Es war zunächst ein Versuch, den Familienhund zum Spürhund für Allergien auslösende Sporen auszubilden. „Wir haben das Rad aber nicht neu erfunden, in Skandinavien gibt es solche Hunde seit 30 Jahren. Sie sind auf den Schimmelgeruch dressiert“, sagt Susann Hübner.
In der Hundeschule von Maria Lemmermann in Stade begann sie mit dem Training. Um Malik mit dem Geruch vertraut zu machen, zog Susann Hübner im Labor die gängigsten Schimmelpilze als Reinkultur, später dann auch Schimmel-Gemische. Und Malik lernte in eineinhalb Jahren, genau diese Gerüche aufzuspüren. „Für ihn ist das ein Spiel, das ist ganz wichtig. Wenn er keine Lust hat, hat er eben keine“, sagt die Schadstoff-Expertin. Meist hat Malik aber Lust und inzwischen mindestens ein Dutzend Einsätze absolviert. Gefordert ist er, wenn die Messgeräte eine Schimmelbelastung im Gebäude anzeigen, die genaue Quelle aber nicht offen zu sehen ist. „Es gibt vorgesetzte Wände, Hohlräume zwischen abgesenkten Decken“, beschreibt Susann Hübner die Situation. Um nicht alles rausreißen zu müssen, kommt Maliks Nase ins Spiel. Die ist so fein, dass er die genaue Stelle anzeigen kann.
Wenn Susann Hübner ihm das Klick-Halsband umlegt und das Kommando „Such“ gibt, beginnt für den Hund das Spiel. In der Dachschräge eines Kinderzimmers zeigte er eine Stelle an – hinter der Verkleidung entdeckten die Experten dann die feucht eingebaute Mineralwolle. In einem Neubau, der bauphysikalisch in Ordnung war, erschnüffelte Malik den Schimmel in der alten Couch, die den Umzug noch mitgemacht hatte. „Die Schäden sind zu beheben“, sagt Mirko Hübner. „Schimmel im Haus – „das kriegt man alles wieder hin“.
Seine große Spürnase präsentiert Malik während der Messe im Stadeum – vorausgesetzt, er hat Lust. Aber da sind Hübners ganz zuversichtlich. Schließlich gibt es auch immer eine Belohnung beim Spiel. Web-Tipp: www.engelkg.de
(gh)
07.10.2006
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