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| Silke Strauch. |
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| Erfahrungen im Grabungsfeld in Oldendorf: Marieke Schwill (20) aus Jork und Florian Stephan (19) aus Potsdam haben sich auf die archäologische Denkmalpflege festgelegt, Johannes Nießon (16) aus Deinste und David Ulbricht (19) aus Ammersbek helfen aus (von links). Fotos: Quäker (3), Hamann |
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Kultur-Erbe auf der Spur
Zwischen Handwerksbetrieb und Hochschule: Jugendbauhütte im Landkreis ist durchgestartet
Kreis Stade.
Das Schild für die Jugendbauhütte im Landkreis Stade ist noch nicht angebracht, im Büro im Schloss Agathenburg wird jedoch seit einigen Wochen - offiziell seit 1. September - fleißig gearbeitet. Hier ist der Dreh- und Angelpunkt für 16 Jugendliche, die an 15 Einsatzorten motiviert und angeleitet werden, sich intensiver mit dem Erhalt kulturellen Erbes zu beschäftigen.
Ende Juli war das von Landrat Michael Roesberg energisch angestoßene Projekt mit einer Ausstellung in der Kreissparkasse vorgestellt worden. Viel Beifall hatte es bei deren Eröffnung gefunden. "Für den Anfang bin ich zufrieden", sagt jetzt Bauhüttenleiterin Silke Strauch. 20 Teilnehmer könnten es sein. Auf 25 möchte sie im nächsten Jahr auch die Zahl der mitwirkenden Firmen und Einrichtungen aufstocken.
Vorerst koordiniert und betreut sie, unterstützt von einer Halbtagskraft, das Lern- und Arbeitsleben von jeweils acht jungen Frauen und Männern im Rahmen eines finanziell abgestützten Freiwilligen Sozialen Jahres.
Fünf von ihnen sind im Landkreis Stade zu Hause, fünf im restlichen Niedersachsen, jeweils zwei kommen aus Hamburg, Brandenburg und Bayern. Der jüngste ist 16, der älteste 23. Sechs von ihnen haben Abitur. Voraussetzung ist lediglich die erfüllte Schulpflicht.
Eingesetzt sind sie im Landkreis Stade bei der archäologischen Denkmalpflege, in zwei Tischlereien, einer Ziegelei, in Staatsarchiv, Schwedenspeicher und beim Museumsverbund, außerdem in Museen außerhalb des Landkreises, auf dem Feuerschiff Elbe 1 in Cuxhaven, im Kloster Lüne und bei der Stiftung Hamburg Maritim.
Für die meisten Jugendlichen war der Beginn des Freiwilligen Sozialen Jahres auch mit ersten Erfahrungen eigenverantwortlichen Lebens verbunden. Vier von ihnen haben sich in einer von Spendengeldern eingerichteten, von Silke Strauch an sie untervermieteten Wohnung zu einer WG zusammengetan (es fehlen noch ein Herd und eine Spüle). Zwei haben auf dem Feuerschiff Elbe 1 nicht nur Betätigung gefunden sondern auch Quartier bezogen. Andere wohnen erstmals allein.
Beim ersten von sieben Seminaren kommen in der nächsten Woche erstmals alle zusammen. In Buxtehude wird sich die Hochschule 21 im Rahmen ihres Studiengangs "Bauen im Bestand" der jungen Leute annehmen.
Die Zusammenarbeit mit der Hochschule 21 und maritime Schwerpunkte sind die Besonderheiten der Stader Jugendbauhütte.
Die vier freien Plätze können noch besetzt werden. Interessierte wenden sich an Silke Strauch, Schloss Agathenburg, 21684 Agathenburg, 0 41 41/ 54 22 30,
silke.strauch@ijgd.de
www.ijgd.de
Stichwort
Die Jugendbauhütte im Landkreis Stade ist eine von zwölf in Deutschland. Initiator ist auch hier die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Träger sind die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd). Zu den Unterstützern im Landkreis gehören die Städte Stade und Buxtehude, die Lionsclubs, die Wohnstätte, die Kulturstiftung Schloss Agathenburg und etliche Firmen. Gelder kommen auch vom Land Niedersachsen und der Klosterkammer Hannover. Mit der Diplom-Ingenieurin Silke Strauch wurde eine erfahrene Leiterin gefunden: Sie hat die erste, 1999 in Quedlinburg eingerichtete Jugendbauhütte fünf Jahre lang geleitet.
(q)
24.09.2009
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