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| Eis schmeckt bei jedem Wetter: Chiara Büttner (links) aus Fredenbeck und Katharina von Borstel aus Dollern genießen ihre ersten leckeren Eiskugeln in diesem Jahr.Martens |
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| Ab in den Süden: Birte Martens trotzt dem Winter und verreist. |
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Das lange Warten auf den Frühling
Einigkeit im Landkreis: Der Winter muss weichen
LANDKREIS.
In der vergangenen Woche lag er in der Luft: ein Hauch von Frühling. Warme Temperaturen von bis zu zehn Grad plus, die ersten Krokusblüten zeigten sich an der Sonne. Doch seit einigen Tagen ist der Winter zurück - nach etlichen Wochen mit Schnee und Eis noch immer ein willkommener Gast? Das TAGEBLATT hat sich umgehört und ist auf deutliche Resonanz gestoßen: Langsam reicht's, der Frühling kann kommen.
Für Birte Martens lag die Lösung auf der Hand: Wenn der Winter in ihrer Heimat nicht weichen will, muss die Sonne eben an anderen Orten aufgesucht werden. Kurzentschlossen hat sie sich mit ihrem Freund auf den Weg ins Reisebüro gemacht. Das Ergebnis: Am Mittwochmorgen geht es los, eine Woche Teneriffa wartet auf die 24-jährige Asperin. "Mir macht der Schnee überhaupt nichts mehr aus", sagt Birte Martens und lacht. Die Sonnenbrille liegt bereit, auf geht's in den Süden.
"Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung", sagt hingegen Hanna Hartz aus Stade. Drei Mal wöchentlich arbeitet die Staderin im Reitstall. Da lerne man, dem Winter zu trotzen und sich einfach dicker anzuziehen. Auf die Zeit an der frischen Luft möchte sie trotz eisiger Temperaturen nicht verzichten.
Auch Thomas Wessel sehnt sich nach Bewegung unter freiem Himmel. Trotz Schnees kann er seit Wochen erstmals wieder in den Schwingewiesen joggen gehen, da das Eis weitestgehend geschmolzen ist. Doch langsam reicht es auch dem 51-jährigen Stader. Beim VfL ist er Co-Trainer der B- und C-Juniorinnen, das Wetter erlaubt jedoch kaum eine vernünftige Vorbereitung am Ball.
Katharina von Borstel und Chiara Büttner aus Dollern und Fredenbeck sehnen sich auch nach wärmeren Temperaturen. "Ich hatte gehofft, dass ich bald wieder meine Frühlingssachen tragen darf", sagt die 13-jährige Katharina. Noch muss sie jedoch weiterhin in die dicke Winterjacke schlüpfen. Kein Grund für sie und ihre Freundin, auf ein leckeres Eis zu verzichten. Am Montag haben sich die beiden auf ihr Fahrrad gesetzt und beim "Fredenbäcker" ihre ersten beiden Eiskugeln des Jahres probiert. "Das schmeckt einfach immer", sagt die jährige Chiara.
In der Einkaufstüte von Tanja Braun befinden sich keine dicken Winterpullover mehr. Die Drochterserin und ihre Tochter machen sich warme Gedanken, um die kalte Jahreszeit zu überstehen. Sie würden die wärmende Frühlingssonne lieber schon heute als morgen begrüßen.
"Wir müssen da durch", sagt auch Andrea Warncke. Sie tröstet sich am Anblick des bunten Blümenmeeres an ihrem Arbeitsplatz Blume2000. "Die Kunden sind wild auf Blühendes", so Warncke.
Im ganzen Landkreis wird der Frühling sehnlichst erwartet. Rodeln und Schneemannbauen verlieren im März langsam ihren Reiz. Der Ärger über eisglatte Straßen und ungeräumte Fußwege nimmt überhand. (mm/cas)
10.03.2010
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