TAGEBLATT-Leserbrief
12.08.2009 21:20
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Wirklich rechtsextrem
Arne Zillmer, Burwegerstraße in Himmelpforten, antwortet auf den Brief von Wilfried Stecher, TAGEBLATT vom 6. August:
(Leserbrief erscheint am 13.08.2009 im Stader TAGEBLATT)
„Intelligenzmäßig liegen die Neger unter den Deutschen“ ist nur einer von vielen bedenklichen Sätzen, die der „angeblich rechtsextreme“ Anwalt Jürgen Rieger so von sich gibt. Damit dürfte auch die Frage von Herrn Stecher beantwortet sein, ob es sich bei Rieger nun wirklich um einen Rechtsextremisten handelt. Um das festzustellen, braucht man keine „rechtskräftige Feststellung“, so wie Herr Stecher es fordert, sondern nur ein kleines bisschen gesunden Menschenverstand und ein wenig Ahnung von braunen Umtrieben in Norddeutschland, denn bei denen ist Rieger schon seit vielen Jahren ganz vorne mit dabei. Es ist unwahrscheinlich, dass ein Anwalt der NPD, der Hitler als den „größten Staatsmann des vergangenen Jahrhunderts“ ansieht, Linksextreme damit beauftragt, für sich ein Hotel zu besetzen und die Reichsflagge zu hissen. Genüsslich möchte ich auch den nächsten im Leserbrief gemachten Denkfehler korrigieren: Sicherlich müsste jeder Käufer eines Hotels, der ein Schulungszentrum errichten will, unabhängig von der politischen Meinung behandelt werden, aber wenn man sich das oben angeführte Zitat nochmals auf der Zunge zergehen lässt, dann wird auch Herrn Stecher deutlich werden, dass junge Leute in solcher „Rassenlehre“ nicht geschult werden sollten. Wenn Neonazis ihr abartiges und primitives Weltbild verbreiten wollen, dann kann man solche Vorgänge gar nicht hoch genug aufhängen, sondern muss sich solchen Umtrieben entschieden entgegenstellen. Immer und überall, egal ob in Faßberg oder hier. Deshalb lobe ich die Berichterstattung und Aufklärung durch die Medien, damit es bald hoffentlich nicht noch mehr Menschen wie Herrn Stecher gibt, die entweder wirklich nicht durch die Materie blicken oder aber generell gerne Faschisten vor der bösen phantasierenden Presse in Schutz nehmen. Ein schlimmer Vorwurf? Dann vielleicht nächstes Mal nachdenken, bevor man seine „fantastische“ Meinung im Tageblatt kundtut.
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