25.02.2020, 18:24
5,7 Millionen Euro fließen in den Küstenschutz im Landkreis Stade

LANDKREIS. Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz stellt in diesem Jahr 61,6 Millionen Euro für Investitionen in den Küstenschutz bereit. Davon fließen rund 5,7 Millionen Euro in Projekte im Landkreis Stade, also fast zehn Prozent der gesamten Mittel.

„Damit werden wir den Sturmflutschutz am Festland und auf den Inseln weiter verbessern und unsere Deiche noch sicherer machen“, sagte Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD). Die Gelder stammen zu 30 Prozent aus dem Landeshaushalt, 70 Prozent steuert der Bund im Rahmen der Bund/Länder-Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes bei.


Die Anpassung an die mittlerweile teils dramatischen Folgen des Klimawandels sowie der Schutz der Küstenregion und der Ostfriesischen Inseln vor Sturmfluten „ist seit jeher von elementarer Bedeutung für Niedersachsen“, so der Umweltminister: „Der Küstenschutz sichert heute ein 6600 Quadratkilometer großes Siedlungsgebiet mit 1,2 Millionen Menschen und Sachwerten von circa 129 Milliarden Euro allein in Niedersachsen.“

Schwerpunkt im Bereich der Tideelbe

Der größte Betrag der Küstenschutzmittel geht mit rund 34,8 Millionen Euro an die Deichverbände, der Schwerpunkt liegt im Bereich der Tideelbe, für den etwa 15,9 Millionen Euro vorgesehen sind. Der Deichverband Kehdingen/Oste bekommt davon 4,29 Millionen Euro, der Deichverband I. Meile Altes Land 150 000 Euro und der Deichverband I. Meile Altes Land 1,19 Millionen Euro.

„Die SPD Kreistagsfraktion freut sich, dass das Land Niedersachsen die Deichsicherheit auch dieses Jahr wieder mit erheblichen Mitteln unterstützt“, wird der Vorsitzende der SPD Kreistagsfraktion Stade, Björn Protze, in einer Pressemitteilung der Sozialdemokraten zitiert. „Die Deichverbände können damit den Küstenschutz an der Elbe und den Nebenflüssen weiter verbessern. Was uns allerdings sorgt, ist, dass die Fahrrinnenanpassung der Elbe hierbei bisher noch nicht berücksichtigt werden konnte“, so Protze weiter.

Vor dem Hintergrund des Klimawandels und dessen Folgen richtete Umweltminister Lies eine klare Forderung an den Bund: „Die Mittel für Küsten- und Hochwasserschutz müssen weiter erhöht werden. Die wachsenden Herausforderungen bedeuten für die kommenden Jahre eine auskömmliche Finanzierung.“ (ham)

 

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