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Städtepartnerschaft

TBienvenu Ploërmel: In Apensen werden Gastfamilien gesucht

Freuen sich auf den französischen Konzertabend (von links): Petra Viets, Annette Albrecht, Andrea Holzmüller, Astrid Broers und Ina Sommer.

Freuen sich auf den französischen Konzertabend (von links): Petra Viets, Annette Albrecht, Andrea Holzmüller, Astrid Broers und Ina Sommer. Foto: Laudien

Eltiche Gäste aus der Bretagne und Sachsen werden nächstes Jahr in Apensen erwartet. Zur Einstimmung gibt es im Januar einen französischen Konzertabend - nicht nur für potenzielle Gastfamilien.

Von Susanne Laudien Donnerstag, 21.11.2024, 22:00 Uhr

Apensen. Der Ploërmelweg, die Boulebahn Boulodrome oder auch der Lichterbogen aus dem Erzgebirge im Junkernhof - das sind nur einige Hinweise in Apensen auf die Städtepartnerschaften mit den Gemeinden Ploërmel in der Bretagne und Gornau in Sachsen. Das gegenseitige Kennenlernen, der Abbau von wechselseitigen Vorurteilen sowie das Verständnis für andere Kulturen waren und bleiben primäre Zielsetzungen von Städtepartnerschaften.

Der Arbeitskreis Apensen/Ploërmel/Gornau pflegt seit etlichen Jahren den engen Kontakt der Gemeinden. Die länderübergreifende Verständigung zwischen Deutschen und Franzosen liegt den Apenser Mitgliedern dabei besonders am Herzen, um am Zusammenhalt eines vereinten Europas mitzuwirken, das gerade in der jetzigen Zeit immer wichtiger zu sein scheint.

60 Besucher aus Frankreich und Sachsen

Nächstes Jahr im Sommer kommen jeweils 30 Gäste aus Frankreich und aus dem Erzgebirge in Sachsen in die Samtgemeinde. Dazu werden derzeit Gastfamilien gesucht, die Bett und Frühstück vom 13. bis 20. Juli bieten können. „Proviant zum Picknicken, Fahrservice, aber vor allem Herzlichkeit gehören neben Kost und Logis aber auch dazu“, sagt Petra Viets aus Ruschwedel, die seit 1992 dem Arbeitskreis angehört. Mit dabei sind außerdem Annette Albrecht, Andrea Holzmüller, Astrid Broers, Ina Sommer und Beke Heinrich. Die sechs Frauen haben schon etliche Treffen mit Gästen aus den Partnerschaftsgemeinden sowie Reisen dorthin organisiert. Die Vorbereitungen für die Besucher laufen auf Hochtouren. Unterkünfte, Ausflugs- und Kulturprogramm, Begrüßung, Abschiedsabend und einiges mehr sind zu planen.

Véronique Elling ist bereits auf internationalen Bühnen aufgetreten wie hier in Paris, aber auch in Ländern wie dem Libanon, Iran und Brasilien.

Véronique Elling ist bereits auf internationalen Bühnen aufgetreten wie hier in Paris, aber auch in Ländern wie dem Libanon, Iran und Brasilien. Foto: Elling

Zur Vorfreude auf den Besuch haben sich die sechs Frauen erstmals etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Zur Woche der Deutsch-Französischen Freundschaft im Januar hat der Arbeitskreis ein musikalisches Rendezvous für die Öffentlichkeit arrangiert: Am Freitag, 24. Januar, um 19 Uhr, findet in der Apenser Kirche ein Konzert bei Kerzenschein unter dem Titel „Amour Fou - eine Hymne an die Liebe“ statt.

Auftritt der französischen Sängerin Véronique Elling

Die französische Chanson-Sängerin Véronique Elling und am Klavier ihr Lebensgefährte, der deutsche Pianist Henrik Giese, bieten einen musikalischen Einblick in das Land der großen Sehnsüchte, mit französischer Leichtigkeit und einem Hauch Melancholie. Lieder bekannter französischer Interpreten wie Edith Piaf, Jacques Brel, Charles Aznavour und Juliette Gréco stehen auf dem Programm. Die Künstlerin singt auf Französisch und erzählt auf Deutsch. Eintrittskarten gibt es für 10 Euro ausschließlich an der Abendkasse. Im Anschluss an das Konzert kann das aktuelle Album mit Autogramm erworben werden.

Die französische Sängerin Véronique Elling lebt in Hamburg und widmet sich musikalisch dem französischen Chanson.

Die französische Sängerin Véronique Elling lebt in Hamburg und widmet sich musikalisch dem französischen Chanson. Foto: Elling

Die Partnerschaft zwischen der Samtgemeinde Apensen und Ploërmel besteht bereits seit 1980 und hat ihren Ursprung in den 1970er Jahren. Damals besuchte erstmals eine Reisegruppe aus dem französischen Ort in der Bretagne die Samtgemeinde Apensen. 2003, nachdem sich auch Gornauer Bürger an den Reisen beteiligten, schloss sich die sächsische Gemeinde dem Bündnis als dritter Partner an.

Enge Freundschaften seien durch den Austausch in Sachsen als auch in Frankreich entstanden, erzählen die Frauen des Apenser Arbeitskreises. Es mache viel Spaß, die Menschen und ihre Kultur kennenzulernen. „Man bekommt eine andere Sichtweise und erfährt viel über Land und Leute“, sagt Andrea Holzmüller.

Kontakt für interessierte Gastgeber: Andrea Holzmüller, Telefon 04167/699 7911 sowie per E-Mail: annette_albrecht@t-online.de.

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