TSanierung und Gewerbegebiet: So steht es um den Hagener Weg
Zum Jahresanfang eine weitere Gefahr auf dem teilweise maroden Hagener Weg: Schneematsch und Glätte. Foto: Meyer
Der Hagener Weg quält alle Betroffenen. Die Sanierung des Asphalts verlief holprig. Doch in Zukunft könnte die Straße wichtige Funktionen für das geplante Gewerbegebiet haben.
Dollern. Dollerner, Anlieger, Horneburgs Verwaltung und Ratsmitglieder, Autofahrer und Jäger: Sie alle ärgerten sich in der Vergangenheit immer wieder über die Probleme beim Hagener Weg. Wegen Wildmülls oder der Raser machte er in der Vergangenheit Schlagzeilen - und vor allem wegen seines Sanierungsbedarfs.
Erste Sanierung des Hagener Wegs war unbefriedigend
Ein großes Problem sind Schlaglöcher. Als die B73 in den Jahren 2022/2023 in Dollern und Agathenburg grundsaniert wurde, rollte viel Verkehr über die Umleitungsstrecke. Das schadete dem Asphalt. Deshalb wurde er saniert - zwei Mal.
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Der ursprüngliche Plan war: Ende Juni 2025 sollte die Baufirma aus Heidenau mit den Asphalt-Arbeiten fertig sein. Zeitplan und Umsetzung bereiteten Probleme. Ende Juni begann das Unternehmen erst - nach eigenen Angaben wegen hoher Auslastung - die Schadstellen zu beseitigen und neu zu asphaltieren.
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Rund eine Woche später stoppte die Horneburger Verwaltung die Arbeiten. Die Kritik: Die Qualität des neuen Asphalts war nicht optimal. Bauamtsleiter Roger Courtault sagt, die Firma habe die Sanierung „nicht ganz fachgerecht ausgeführt“. Es dauerte nicht lange, bis der Verkehr wieder alte offene Wunden aufriss. Im September wurde der Weg ein zweites Mal an Problemstellen neu asphaltiert.
Gemeinde wird finanziell vom Land unterstützt
200.000 Euro kostete die erste Sanierung, 126.000 Euro die zweite. Die Kosten übernimmt aber das Land Niedersachsen. Der Grund: Die Asphaltschäden entstanden, während der Weg als Umleitung genutzt wurde.

Die Verbindungsstraße zwischen Dollern und Stade-Hagen ist holprig und schmal, der Schneefall verschlechtert das Autofahren auf dem Hagener Weg nach dem Jahreswechsel zusätzlich. Foto: Meyer
Eine Vollsanierung des maroden Hagener Wegs sei „illusorisch“, so Courtault. Die wäre nicht finanzierbar.
Fläche am Hagener Weg soll von Landwirtschafts- zur Wirtschaftsfläche werden
Kürzlich hat die Gemeinde Dollern dem Entwurf des Bebauungsplans für das Gewerbegebiet zugestimmt, das derzeit noch landwirtschaftliche Nutzfläche ist. Im September 2022 hatte der Gemeinderat beschlossen, einen Bebauungsplan aufzustellen. Der regelt, welche Grundstücke wo und wie in dem Gebiet bebaut und genutzt werden dürfen.
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Das Gewerbegebiet soll an der B73 am Ortsausgang Dollern in Richtung Stade, nördlich des Sonderpostenmarkts Krümet und des Friedhofs entstehen. Zwischen Friedhof und Krümet gehört laut Plan eine kleine Fläche zum Gewerbegebiet. Hier führt eine Zufahrt über den Hagener Weg.
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Ursprünglich sollte das Gewerbegebiet noch größer sein, der Geltungsbereich westlich bis zur Biogasanlage reichen. Die Gemeinde plant mit einer kleineren Fläche. Jetzt würde der Bereich 350 Meter östlich der Biogasanlage liegen und den erforderlichen Abstand einhalten, damit das Risiko für Immissions-Unfälle oder Geruchsbelästigungen gering ist.
Neue Feuerwehrwache in Dollern soll ins Gewerbegebiet ziehen
Auf circa 1,55 Hektar - mehr als zwei Fußballfelder - sind 0,74 Hektar für Unternehmen vorgesehen. Der Bau des Gewerbegebiets hat einen weiteren Anlass: Die Gemeinde Dollern braucht ein neues Feuerwehrgerätehaus, das alte ist zu klein und erfüllt viele Vorschriften nicht mehr. Für den Neubau rechnet die Samtgemeinde mit Kosten von vier Millionen Euro. Die Wache soll auf 0,5 Hektar entstehen.
Brennt es, würden die Feuerwehrleute die Wache über eine Stichstraße am Hagener Weg anfahren und sie über eine Notfallausfahrt an der B73 zum Einsatzort verlassen. Platz beanspruchen auch Straßen und Grünflächen sowie ein Regenrückhaltebecken (0,1 Hektar) im Nordwesten des Gewerbegebiets.
Für die Bürger liegt der Bebauungsplan jetzt öffentlich aus, sie können beispielsweise Einwände gegen den Plan formulieren. Das gilt auch für die Behörden. Später wird im Rat entschieden, ob und was am aktuellen Bebauungsplan angepasst werden muss. Gleichzeitig zum Prozess um den Bebauungsplan muss die Samtgemeinde den Flächennutzungsplan anpassen, um eine Teilfläche für gewerbliche Zwecke statt als gemischte Baufläche für Gewerbe und Wohnen auszuweisen.
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