TZu klein und marode: Apensen braucht eine neue Sporthalle
Marode und zu klein: die alte Sporthalle an der Grundschule in Apensen. Foto: Laudien
An der Grundschule Apensen wird dringend eine neue Sporthalle benötigt. Dafür sollen Fördertöpfe angezapft werden. Doch es gibt noch offene Fragen.
Apensen. Der Rat der Samtgemeinde Apensen beschäftigt sich in seiner Sitzung am Mittwoch, 28. Januar, insbesondere mit der Planung einer neuen Sporthalle an der Grundschule Apensen. Die Politik muss dazu dringend eine Entscheidung treffen, um Fördergelder über das Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten nutzen zu können.
Die alte Sporthalle ist für die Nutzung inzwischen zu kein. Foto: Laudien
Wie berichtet ist die Sporthalle der Grundschule dringend sanierungsbedürftig und für die zunehmende sportliche Nutzung außerdem zu klein. Die Samtgemeinde möchte daher auf dem Grundstück eine neue Zweifeldsporthalle errichten lassen. Dazu wird ein entsprechender Ratsbeschluss benötigt, um die Fördermittel beantragen zu können. Die Abgabefrist war am 15. Januar, der Antrag kann bis spätestens 31. Januar nachgereicht werden.

Die Sporthalle an der Grundschule ist sanierungsbedürftig. Foto: Laudien
Bei Bewilligung der Fördermittel beteiligt sich der Bund mit bis zu 45 Prozent an den Kosten, der Eigenanteil der Kommune beträgt mindestens 55 Prozent. Als Planungs- und Bauzeitraum wird von 2026 bis 2028 ausgegangen. Die Kosten für das Projekt betragen insgesamt 4,5 Millionen Euro. Der Anteil des Bundes würde demnach rund 2 Millionen Euro und der Eigenanteil der Samtgemeinde Apensen rund 2,5 Millionen Euro betragen. Bei der Förderung handelt es sich um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss.
Für eine Zweifachsporthalle mit einer Größe von fast 1000 Quadratmetern wurden von der Verwaltung vorerst zwei Millionen Euro im Haushalt veranschlagt. „Wir brauchen jetzt als Erstes den Ratsbeschluss, um die Fördergelder beantragen zu können“, sagt Apensens Bauamtsleiterin Gesa Abram.
Marode und zu kleine Sporthalle
Die derzeitige Sporthalle sei nicht nur veraltet, sondern reiche für die 17 Klassen bei weitem nicht mehr aus, sagte Grundschulleiterin Claudia Jähnke bereits im Schulausschuss. Schon vor fünf Jahren habe es eine Begehung zusammen mit Vertretern des TSV Apensen gegeben. Damals wurde festgestellt, dass die Halle marode ist, es in den Dachanbau hineinregnet und sie nicht genügend Kapazitäten bietet.
Der Schulträger müsse Räume vorhalten, so Jähnke. Auch der TSV Apensen äußerte aufgrund gestiegener Mitgliederzahlen bereits mehrfach den Wunsch nach einer größeren Sporthalle mit mindestens zwei Feldern.
In der Vergangenheit konnten Grundschüler für den Sportunterricht noch die Sporthalle der Oberschule Apensen am Soltacker nutzen. Dies ist aber aufgrund gestiegener Schülerzahlen an der Oberschule nicht mehr möglich. Grundschüler wurden deshalb für den Sportunterricht mit Bussen zur Sporthalle nach Beckdorf gefahren. Auch Schüler der Waldorfschule Apensen sind von dem Sporthallen-Engpass betroffen.
Grundstücksfrage und Mensa-Kapazität sind zu klären
Wie berichtet gibt es für einen Neubau für die Samtgemeinde Apensen aber noch einige Hürden: Zum einen gehört das Grundstück, auf dem die neue Sporthalle in unmittelbarer Nähe zur Grundschule gebaut werden soll, der Gemeinde Apensen und nicht der zuständigen Samtgemeinde. Derzeit befindet sich dort ein Fußballplatz des TSV Apensen. Die Grundstücksfrage muss daher geklärt werden.
Auch die Frage, was mit der alten Sporthalle passieren soll, ist noch offen. Außerdem wurde im Planungsausschuss eine Sporthalle mit einer Mensa in der zweiten Etage in Erwägung gezogen. Im Hinblick auf die Ganztagsschule ab 2026 werde die Mensa der Samtgemeinde laut Verwaltung unweigerlich an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.
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