TZukunft im Blick: Apenser Realschulabsolventen haben klare Pläne
Freuen sich über ihren Abschluss (von links): Hannah Davids, Ellen Schröder und Anna-Lena Rosebrock. Foto: P. Meyer
Abi, Ausbildung oder Landwirtschaft: Die Absolventen der Oberschule Apensen haben ihren Abschluss in der Tasche und für ihre Zukunft schon einen klaren Plan.
Apensen. Es ist geschafft! Die drei 10. Klassen der Oberschule Apensen wurden kürzlich feierlich entlassen. Im Gepäck haben sie jetzt ihren Realschulabschluss. Wohin es für die Jugendlichen nun gehen soll, haben einige von ihnen im Gespräch mit dem TAGEBLATT verraten.
Technik, Wirtschaft, Justiz: Junge Frauen mit klarem Plan
Hannah Davids, Ellen Schröder und Anna-Lena Rosebrock blicken mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf ihre Schulzeit zurück. „Ich werde die Schulzeit hier schon vermissen, vor allem meine Freunde“, sagt die 15-jährige Ellen Schröder.
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Die Schulbank wird sie allerdings weiter drücken: Sie plant, ihr Abitur an den BBS Buxtehude zu absolvieren. „Im Bereich Technik“, erklärt Ellen Schröder. Das habe sie sich gut überlegt, denn später möchte sie einmal Ingenieurin werden. „Oder in die Forschung gehen“, sagt sie. Ihr Interesse an dem Thema sei bereits früh durch ihren Vater geweckt worden, der in dem Bereich arbeitet.
Ähnlich sieht es bei Hannah Davids aus. Am beruflichen Wirtschaftsgymnasium Buxtehude möchte sie ebenfalls ihr Abitur machen. „Damit habe ich später bessere Jobchancen“, erklärt die 16-Jährige. Was genau sie werden will, weiß sie zwar noch nicht, doch dort Erfahrungen zu sammeln sei ein erster wichtiger Schritt für sie.
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Die 15-jährige Anna-Lena Rosebrock freut sich hingegen schon darauf, bald einen Fuß in die Arbeitswelt zu setzen. Sie wird nach den Sommerferien eine Ausbildung zur Justizfachwirtin beginnen. Auf Jobmessen und über persönliche Kontakte habe sie viel über diesen Beruf erfahren. „Der Job klang abwechslungsreich und interessant“, sagt sie. Zudem sage ihr ein Bürojob mehr zu als etwas Handwerkliches.
Landwirtschaft: Mit dem Traktor zur Entlassung - und in die Zukunft
Handwerklich wird es hingegen für Elias Bayour und Tjorge Esselborn. Zur Entlassung kamen die beiden 16-Jährigen standesgemäß mit eigenem Traktor. Passend, denn beide wollen beruflich einmal ihren Weg in der Landwirtschaft gehen. Tjorge Esselborn wird seine Fachhochschulreife in Bremervörde am beruflichen Gymnasium machen - Fachrichtung Agrarwirtschaft.

Tjorge Esselborn (links) und Elias Bayour kamen zu ihrer Entlassung mit dem Traktor. Foto: P. Meyer
„Danach will ich eine Ausbildung zum Landwirt machen“, sagt er. Erfahrung konnte er bereits bei Bekannten auf dem Hof sammeln - auch die Großeltern hatten einen Betrieb. Elias Bayour möchte einmal in den elterlichen Milchviehbetrieb in Revenahe einsteigen. Daher wird auch er eine Ausbildung zum Landwirt beginnen.
Ihre Ausbildung fanden sie über das Schulpraktikum
Dass Schulpraktika bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz helfen können, zeigen die 15-jährigen Mattis Hülsen und Alessio Perria. Hülsen hatte während seines Praktikums bei Airbus in Finkenwerder Gefallen am Beruf des Flugzeugmechanikers gefunden.
„Da durfte ich viel machen und habe gute Einblicke bekommen“, sagt er. Für seine drei Monate Ferien bis zum Ausbildungsstart hat er eine Jugendreise mit Freunden sowie einen Ferienjob eingeplant. „Ich spare schon für den Motorradführerschein“, verrät Mattis Hülsen.

Ein besonderes Geschenk als Andenken hatten Mattis Hülsen (links) und Alessio Perria dabei: Sie brachten einen Walnussbaum. Foto: P. Meyer
„Ich habe leider nur zwei Monate frei“, erzählt Alessio Perria grinsend. Dann startet seine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse in Apensen. Vor einem halben Jahr habe er sein Praktikum dort gemacht, berichtet er.
Fachkräftemangel geht deutlich zurück
„Mein Traum war es eigentlich, Immobilienkaufmann zu werden“, sagt Alessio Perria. Doch man habe ihm dazu geraten, lieber eine Ausbildung bei der Bank zu machen. Über das Praktikum habe er gemerkt, dass ihm auch dieser Beruf große Freude bereitet. „Das hat gepasst“, sagt er.
Zukunft im Griff: Ein Abschied zum Erinnern
Das Abschiedsgeschenk, das die beiden Jugendlichen dabei haben, ist für ihre Klassenlehrerin: ein Walnussbaum. „Wenn sie in den Garten schaut, soll sie das an uns erinnern“, erklärt Mattis Hülsen.

Für Schulleiterin Silvia Holtfreter ist es ein ganz besonderer Abschied: Als Klassenlehrerin entlässt sie ihre letzte eigene 10. Klasse. Foto: P. Meyer
Für Schulleiterin Silvia Holtfreter ist dieser Abschlussjahrgang etwas Besonderes: „Ich verabschiede heute meine letzte eigene Klasse als Klassenlehrerin“, erklärt sie. Als Schulleitung bleibe zukünftig einfach zu viel auf der Strecke, daher wird sie keine neue eigene Klasse übernehmen.
Dass all ihre Schützlinge einen guten Plan für die Zukunft haben, freut Silvia Holtfreter sehr. Mit all dem, was die Schülerinnen und Schüler ausmache - Ehrlichkeit, Humor und die ein oder andere Flause im Kopf - seien sie zumindest gut gewappnet für ihren weiteren Weg.
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