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Norddeutschland

Autofahren am Wochenende: Wo und wann es im Norden voller werden kann

Zwar findet der Hauptreiseverkehr im Süden Deutschlands statt, doch auch bei Bremen könnte es voll auf den Straßen werden (Symbolbild).

Zwar findet der Hauptreiseverkehr im Süden Deutschlands statt, doch auch bei Bremen könnte es voll auf den Straßen werden (Symbolbild). Foto: Britta Pedersen/dpa

Der Reiseverkehr dürfte sich am Wochenende in Grenzen halten – grundsätzlich ist wenig los auf den Autobahnen. Auf einigen Routen wird es aber doch voller, und dann ist da auch noch das Winterwetter.

Von dpa Dienstag, 13.01.2026, 05:50 Uhr

Die gute Nachricht vorweg: Für das kommende Wochenende (16. bis 18. Januar) erwartet der ADAC „prinzipiell wenig Staus“ und nur mäßigen Reise- und Berufsverkehr. Auch für den Auto Club Europa (ACE) bleibt daher die Staugefahr überschaubar. Doch ein Risikofaktor ist logischerweise im Winter das Wetter. Das haben die letzten Tage mancherorts deutlich gezeigt. So können weiterhin Schnee und Glatteis regional für Verzögerungen sorgen.

Winterliche Bedingungen sind hingegen die Ursache für so einige, die in Richtung der Skigebiete aufbrechen wollen. Den Angaben zufolge ist daher speziell am Freitagnachmittag, am Samstagvormittag sowie am Sonntagnachmittag (Rückreisende) auf den klassischen Routen etwa in die Alpen und in die Mittelgebirge mit mehr Verkehr zu rechnen. Voll wird es auch ab Freitagnachmittag, wenn der Pendlerverkehr startet und vor allem die Strecken um die Ballungsräume flutet.

Staugefahr durch Baustellen, Vollsperrungen und Witterung

Länger dauern kann es auch im Bereich von Baustellen: Die Jahreszeit sorge zwar für weniger – der ADAC nennt aktuell rund 550 –, dennoch bleiben sie ein häufiger Grund für stockenden Verkehr und vereinzelte Staus. Auch Vollsperrungen und entsprechende Umleitungen sind ursächlich dafür, dass es mancherorts länger dauert.

Der ACE und der ADAC erwarten auf folgenden Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):

  • A1 Köln – Dortmund – Münster – Osnabrück – Bremen – Hamburg – Lübeck
  • A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Braunschweig – Magdeburg
  • A3 Oberhausen – Köln – Frankfurt/Main – Würzburg – Nürnberg sowie Passau – Linz
  • A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe sowie Dresden – Görlitz
  • A5 Darmstadt – Heidelberg – Karlsruhe – Basel
  • A6 Mannheim – Heilbronn
  • A7 Hannover – Kassel – Fulda – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
  • A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
  • A9 Nürnberg – München
  • A10 Berliner Ring
  • A12 Berlin – Frankfurt/Oder
  • A27 Bremen – Bremerhaven
  • A40 Dortmund – Essen – Duisburg
  • A45 Aschaffenburg – Gießen – Dortmund
  • A61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
  • A81 Singen – Stuttgart – Heilbronn
  • A93 Rosenheim – Kiefersfelden
  • A95 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A99 Autobahnring München

Wintersportler auf dem Heimweg

In Österreich und in der Schweiz sind es vor allem Wintersportler, die auf dem Weg zu ihren Zielen sind oder sich auf den Heimweg machen. Mehr Verkehr kann für Verzögerungen sorgen, ja. Aber etwa der ADAC erwartet jedoch keine langen und flächendeckenden Staus und sieht das höchste Verkehrsaufkommen für den Samstag und Sonntag in den Vormittags- und späten Nachmittagsstunden voraus.

Insbesondere nennt der Autoclub in Österreich die West-, Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn sowie die Fernpass-Route, die Arlbergschnellstraße sowie die Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen.

In der Schweiz müsse auf der Gotthard- und der San-Bernardino-Route, den Zufahrtsstraßen der Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz mit längeren Wartezeiten gerechnet werden. Auch die Routen Bern – Zürich – St. Margarethen und Basel – Zürich – Chur sind demzufolge staugefährdet.

Weiterhin Stauschwerpunkte auf Österreichs Autobahnen

Probleme drohen auf wichtigen Autobahnen in Österreich weiterhin durch Baustellen. Das gilt etwa für die Brennerautobahn aufgrund der Generalsanierung der Luegbrücke. Daher kann es gerade zu Stoßzeiten immer wieder zu Verzögerungen und Staus kommen. Der ADAC stellt online weitere Informationen bereit. Auch auf dem nicht mehr grundsätzlich gesperrten Reschenpass (B 180) ist weiterhin mit Behinderungen zu rechnen. Zudem sind im Bundesland Tirol die gesamte Wintersaison hindurch Fahrverbote für den Ausweichverkehr in Kraft - die betroffenen Strecken und Zeiten lassen sich auf der Informationsseite des Bundeslands Tirol ansehen.

Wartezeiten an den Grenzen sind weiter möglich

Im letzten Frühjahr wurden die Einreisekontrollen an allen deutschen Grenzen verschärft. Allerdings soll der Pendel- und Reiseverkehr laut ADAC möglichst wenig beeinträchtigt werden. Die Kontrollen seien stichprobenartig, nicht alle Fahrzeuge würden angehalten.

Dennoch kann es speziell an den Übergängen von Österreich – Suben (A 3), Walserberg (A 8) und Kiefersfelden (A 93) – zu Wartezeiten kommen.

Die aktuellen Reisezeiten in Echtzeit lassen sich für viele wichtige Transitkorridore des österreichischen Autobahnnetzes in nördlicher und südlicher Richtung auf der Internetseite der Asfinag ansehen.

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