Nahversorgung

TDank Bürgerbeteiligung: Tante Enso kommt nach Elm

Der Vorstand der Elmer Bürger Stiftung (von links): Knud Spardel, Erich Gajdzik und Herbert Klefke.

Der Vorstand der Elmer Bürger Stiftung (von links): Knud Spardel, Erich Gajdzik und Herbert Klefke. Foto: Bürgerstiftung Elm

Ein kleines Dorf - und der große Wunsch nach einem Supermarkt im Ort. Die Bürger haben das Projekt selbst in die Hand genommen. Wie es weitergeht.

Von Susanne Laudien 29.06.2026, 05:50 Uhr

Elm. Die Elmer Bürger Stiftung kann einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Sicherung der Nahversorgung in Elm vermelden: Die für die Ansiedlung eines Tante Enso-Marktes erforderliche Beteiligung der Bevölkerung wurde erfolgreich erreicht. Mehr als 500 Bürgerinnen und Bürger aus Elm und Umgebung haben sich an dem Projekt beteiligt. Insgesamt wurden bis jetzt 631 Genossenschaftsanteile gezeichnet.

Die Elmer Bürger Stiftung bedankt sich bei allen Unterstützern, die zum Erfolg beigetragen haben. „Dass wir die Marke von 500 Anteilseignern deutlich überschritten haben, zeigt eindrucksvoll, wie wichtig den Menschen in Elm eine wohnortnahe Versorgung ist. Dieser Erfolg ist eine Gemeinschaftsleistung, auf die wir alle stolz sein können“, erklärt der Stiftungsvorstand.

Weiterhin Bürgerbeteiliung durch 100-Euro-Anteile möglich

Für den Markt in Elm können Bürger weiterhin Anteile à 100 Euro erwerben. Dies bringt den zukünftigen Genossen nicht nur persönliche Vorteile wie Vergünstigungen beim Einkauf, sondern auch einen Mehrwert für die gesamte Ortschaft Elm.

Werden bis zur Eröffnung des Marktes insgesamt 700 Anteilseigner gezählt, schüttet Enso 1000 Euro für ein Projekt im Ort aus. Danach fließen bei jeweils weiteren 100 Anteilseignern 500 Euro für gemeinnützige Zwecke zurück in das Dorf.

Auch in Bezug auf die ehemalige Volksbankfiliale, in der der Markt eingerichtet werden soll, gibt es Fortschritte. So wurde der Kaufvertrag für das Gebäude bereits durch den Vorstand der Stiftung unterzeichnet. Doch bevor der für die Einrichtung des Supermarktes notwendige Umbau beginnen kann, stehen erst einmal umfangreiche Planungsarbeiten an.

Mitglieder der Bürger Stiftung vor der ehemaligen Volksbank-Filiale in Elm, die zum Supermarkt umgeplant wird.

Mitglieder der Bürger Stiftung vor der ehemaligen Volksbank-Filiale in Elm, die zum Supermarkt umgeplant wird. Foto: Bürgerstiftung Elm

Derzeit arbeiten mehrere Arbeitsgruppen intensiv an der zukünftigen Ausgestaltung des Gebäudes sowie an der Sicherstellung der Gesamtfinanzierung des Projekts.

Volksbank-Umbau soll mit Fördermitteln finanziert werden

Ein besonderer Schwerpunkt liegt zunächst auf der Einwerbung von Fördermitteln für den Umbau des Gebäudes. Im Rahmen des Förderprogramms „ZILE“ (Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung) sollen Fördergelder beantragt werden, die unter anderem der Sicherung der Grundversorgung im ländlichen Raum dienen. Der Förderantrag muss von der Stiftung bis Ende September 2026 eingereicht werden.

Mit einer Entscheidung über die Förderung wird im Frühjahr 2027 gerechnet. Bis zu diesem Zeitpunkt können keine baulichen Veränderungen am ehemaligen Volksbank-Gebäude vorgenommen werden. Dennoch werden im Hintergrund sowohl seitens der Elmer Bürger Stiftung, also auch des zukünftigen Betreibers Enso weitere Vorbereitungen getroffen und Planungen angestellt.

Wann soll der Markt eröffnet werden?

Sobald die Finanzierung gesichert ist, sollen die Umbauarbeiten beginnen. Geplant sind unter anderem der Einbau einer automatischen Schiebetür, die räumliche Neugestaltung der Verkaufsfläche sowie umfangreiche Arbeiten an der Elektro- und Datentechnik.

Nach Abschluss der Baumaßnahmen wird Enso die Räumlichkeiten übernehmen und den Markt für den Betrieb als Tante Enso-Standort ausstatten. Die Eröffnung des neuen Tante Enso-Marktes in Elm ist im Herbst 2027 geplant.

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