TGesundheitscampus Fredenbeck: Das neue Jahr wird die Entscheidung bringen
Keine lange Wartezeit mehr: Für März 2026 wird das Ergebnis der Studie erwartet, ob ein Gesundheitszentrum für Oldendorf und Fredenbeck Sinn macht. Foto: Daniel Karmann/dpa
Fredenbeck hat sich 2021 auf den Weg gemacht, um auch für die Zukunft die Gesundheitsversorgung sicherzustellen. Im nächsten Jahr fällt eine wegweisende Entscheidung. Worum geht‘s eigentlich konkret?
Fredenbeck. Der kommunale Strategieprozess heißt Gesundheitscampus Fredenbeck. Längst aber ist aus dem geförderten Projekt ein Plan für zwei Gemeinden geworden. Für die Gemeinde Oldendorf und die Samtgemeinde Fredenbeck soll eine zukunftssichere und wohnortnahe Gesundheitsversorgung geschaffen werden.
Ob sich das Regionale Versorgungszentrum mit hausärztlicher Versorgung, ergänzenden Gesundheitsdienstleistungen und Treffpunktmöglichkeiten umsetzen lässt, das wird sich im nächsten Jahr entscheiden. „Für den März wird das Ergebnis der Machbarkeitsstudie erwartet“, sagte Matthias Hartlef, Samtgemeindebürgermeister von Fredenbeck. „Dann gibt es belastbare Zahlen für die weiteren Pläne.“
Mehr Ärzte in den Ruhestand: Engpässe drohen
Die Samtgemeinde arbeitet schon länger an einem Konzept, um die Gesundheitsversorgung vor Ort auch künftig sicherzustellen. Bereits über das Projekt Gesundheitscampus Fredenbeck, das 2021 über das Programm Zukunftsräume Niedersachsen gefördert wurde, wurden gemeinsam mit Bürgern und Fachleuten Ideen gesammelt und ausgewertet.
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Im Rahmen des Projekts wurde auch der damals aktuelle Stand der örtlichen Gesundheitsversorgung durchleuchtet. Dabei wurde ein bekanntes Problem deutlich: Die Zahl und das Alter der Patienten steigen, während gleichzeitig mehr Ärzte in den Ruhestand gehen als nachkommen. Besonders im ländlichen Raum wird das zu Engpässen bei der Gesundheitsversorgung führen, wenn nicht rechtzeitig reagiert wird.
Investor oder die Kommune als Bauherrr?
Nun könnte sich Fredenbeck interkommunal auf den Weg machen, gemeinsam mit der Gemeinde Oldendorf eine Lösung zu finden. Dort waren eine private Initiative für einen Gesundheitscampus Oldendorf sowie ein gemeindliches Projekt für ein medizinisches Versorgungszentrum in der Gemeinde Oldendorf nicht alleine zu verwirklichen.
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Wo der mögliche Gesundheitscampus ein räumliches Zuhause bekommt, steht noch nicht endgültig fest, Ideen gibt es aber. Zu entscheiden wird unter anderem sein, ob das dann benötigte Gebäude über einen Investor erstellt wird oder die Kommunen selbst mithilfe von Fördergeldern bauen.
Menschen wollen einen realen Arzt vor sich haben
Es soll auch ein Ort der Begegnung werden, der gut erreichbar ist. Denn das war bei früheren Veranstaltungen schon deutlich geworden: Die Menschen in der Samtgemeinde Fredenbeck und der umliegenden Region wollen nicht nur Telemedizin, sie wollen einen Anlaufpunkt bei einem Hausarzt, der sich ihre Symptome persönlich ansieht.
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Sie brauchen Physiotherapie, Gesundheitsvorsorge, Pflege und wollen den direkten Kontakt. Damit sich auch in Zukunft immer eine reale Wartezimmertür öffnet, hat sich Fredenbeck vor ziemlich langer Zeit auf den Weg gemacht.
Zukunftsräume Niedersachsen: Fünf Jahre später
Den Startschuss gab das Landesprogramm Zukunftsräume Niedersachsen. Das förderte die bessere Versorgung und Attraktivität in Klein- und Mittelzentren. Fredenbeck erhielt eine Förderung von 114.120 Euro. Die Gemeinde hatte damals eine Nachfolge für eine leerstehende Hausarztpraxis in Kutenholz gesucht und gemerkt, wie schwierig das war. Daraus entstand die Idee Gesundheitscampus, aber noch ohne konkrete Inhalte. Die wird es nun 2026 geben - und alle blicken optimistisch aufs neue Jahr.
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