Zähl Pixel
Tipps

THarsefelder Rad-Experte: „Das ist das A und O für ein langlebiges Rad“

Ralf Koslowski weiß, worauf es bei der Pflege von Fahrrädern ankommt.

Ralf Koslowski weiß, worauf es bei der Pflege von Fahrrädern ankommt. Foto: P. Meyer

Damit man länger Freude daran hat, sollten Fahrradbesitzer besonders auf die Pflege ihres Drahtesels achten. Experte Ralf Koslowski hat noch mehr einfache Tipps.

author
Von Pauline Meyer
Dienstag, 16.06.2026, 07:53 Uhr

Harsefeld. Ob Alltagsrad, Mountainbike oder E-Bike: Mit der richtigen Pflege lässt sich die Lebensdauer eines Fahrrads deutlich verlängern. Fahrradexperte Ralf Koslowski von der Harsefelder Werkstatt Velomotiv erklärt, worauf es ankommt und was jeder Radbesitzer selbst tun kann.

1. Regelmäßig putzen ist essenziell

Für Ralf Koslowski beginnt gute Fahrradpflege mit einer regelmäßigen Reinigung. „Pflege ist das A und O“, sagt er. Schmutz sollte entfernt werden, denn so erkenne man frühzeitig lockere Schrauben oder beschädigte Bauteile. „Gerade für E-Bikes, die häufig über holprige Feld- und Waldwege fahren, ist das sinnvoll“, sagt Koslowski.

2. Die Kette ist das Herzstück

Besonders wichtig ist der Antrieb: Bei Fahrrädern mit Kette sollte diese sauber und gut geschmiert sein. Doch Ralf Koslowski betont: „Viel hilft nicht viel.“ Zu viel Öl zieht Staub und Schmutz an, wodurch die Kette schneller verschleißt.

Deshalb sollte überschüssiges Öl nach dem Schmieren mit einem Tuch abgewischt werden. Wer ein Fahrrad mit Riemenantrieb fährt, sollte diesen regelmäßig reinigen und auf Beschädigungen kontrollieren.

3. Bremsen nicht vernachlässigen

Auch die Bremsen verdienen regelmäßige Aufmerksamkeit. Vor jeder längeren Tour sollte geprüft werden, ob sie zuverlässig greifen. Bei Scheibenbremsen empfiehlt Ralf Koslowski, besonders auf einen gleichmäßigen Druckpunkt zu achten. Außerdem sollten die Bremsbeläge regelmäßig kontrolliert werden. „Im Zweifel lieber einmal vom Profi draufschauen lassen“, rät der Fahrradexperte.

4. Mit dem richtigen Reifendruck fahren

Zu wenig Luft kostet nicht nur den Menschen Kraft, beim E-Bike kostet das sogar Reichweite. Welcher Luftdruck der richtige ist, steht auf der Seitenwand des Reifens. Wer regelmäßig fährt, sollte den Reifendruck etwa alle ein bis zwei Wochen kontrollieren. Ein korrekt aufgepumpter Reifen rollt leichter.

Ralf Koslowski hat sich mit seiner Werkstatt für Fahrräder einen Traum erfüllt.

Ralf Koslowski hat sich mit seiner Werkstatt für Fahrräder einen Traum erfüllt. Foto: P. Meyer

„Bei E-Bikes schont es sogar den Akku“, so Ralf Koslowski. Zudem verhindert es, dass die Reifenkarkasse durch dauerhaft zu geringen Druck beschädigt wird. Das Hinterrad darf dabei etwas mehr Druck haben als das Vorderrad, da es stärker belastet wird.

5. Nicht zu heiß, nicht zu kalt: E-Bikes richtig lagern

Auch die Aufbewahrung beeinflusst die Lebensdauer. Fahrräder sollten möglichst trocken und geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung stehen. „Bei E-Bikes unbedingt auf die Herstellerangaben achten“, empfiehlt Koslowski. Vor allem für den Akku gelten je nach Modell unterschiedliche Empfehlungen zu Lagerung und Temperaturen.

6. Lieber einmal mehr zum Fachmann

Kleinere Pflegearbeiten können Radfahrer selbst erledigen. Geht es allerdings um den Motor, den Akku oder andere elektrische Komponenten eines E-Bikes, rät Ralf Koslowski davon ab, selbst Hand anzulegen. „Da sollte der Profi nachgucken.“

Für manche Radbesitzer ist das ein Problem: Viele Werkstätten reparieren nur Fahrräder, die dort gekauft wurden, erklärt Ralf Koslowski. Bei Velomotiv sei das anders: „Ich verkaufe keine Fahrräder. Deshalb nehme ich grundsätzlich alle Räder zur Reparatur an.“

Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Funkloch auf der Geest beseitigt

Vodafone hat in Harsefeld eine Mobilfunkstation in Betrieb genommen und damit ein Funkloch in der mobilen Breitbrandversorgung beseitigt.