TProbleme mit dem Vermieter: Hier finden Mieter Hilfe
Wer Ärger mit seinem Vermieter hat, kann sich Hilfe holen. Foto: Patrick Pleul/dpa
Im Landkreis Stade gibt es mehrere Anlaufstellen für alle, die Ärger mit dem Vermieter haben. Auch Anwälte können helfen. Das können sich sogar einkommensschwache Menschen leisten.
Wer hilft Mietern, die Probleme mit ihrem Vermieter haben?
Mieterbund und Mieterschutzbund: Vereine wie der Deutsche Mieterbund (DMB) oder der Mieterschutzbund bieten ihren Mitgliedern Rechtsberatung und Hilfe beim Schriftverkehr an, erheben aber auch einen Jahresbeitrag. Beim Mieterverein Stade und Umgebung werden laut Homepage 30 Euro im Jahr fällig. Beratungstag ist samstags von 9 bis 12 Uhr am Wilhadi-Kirchhof 3. Der Mieterverein ist auch telefonisch erreichbar unter 04141/67747 sowie per Mail an: info@mieterverein-stade.de.
Der Deutsche Mieterbund Buxtehude, An der Este 3-4, verlangt 90 Euro einschließlich Miet-Rechtsschutzversicherung. Kontakt unter 04161/5569977 und per Mail an info@mieterbund-buxtehude.de.
Das sagt das Gesetz
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Fachanwälte: Fachanwälte, die sich auf Mietrecht spezialisiert haben, überprüfen sämtliche Schreiben, unterstützen bei der Erstellung rechtssicherer Dokumente, übernehmen die Kommunikation mit der gegnerischen Partei, halten wichtige Widerspruchsfristen ein und vertreten ihre Mandanten wenn nötig auch vor Gericht.
Ein erstes Beratungsgespräch darf maximal 190 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer kosten, die späteren Gebühren können - je nach Fall und Anwalt - variieren. Wer eine Rechtsschutzversicherung hat, sollte sich mit der in Verbindung setzen, bevor ein Anwalt beauftragt wird.
Was können Menschen tun, die sich keinen Anwalt leisten können?
Wer keine Rechtsschutzversicherung hat und sich aufgrund eines geringen Einkommens keine Rechtsberatung leisten kann, kann beim Amtsgericht Beratungshilfe beantragen. Der Staat übernimmt dann die Kosten, der Antragsteller zahlt lediglich 15 Euro an den Anwalt.
Beim Gericht kann außerdem Prozesskostenhilfe beantragt werden. Die ermöglicht Menschen mit geringem Einkommen, an Gerichtsverfahren teilzunehmen, indem sie Gerichtskosten und Anwaltskosten ganz, teilweise oder in Raten deckt, wenn die Rechtsverfolgung hinreichende Erfolgsaussicht hat und nicht mutwillig erscheint, wie es im Juristendeutsch heißt.
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Bei akuten Wohnungsnotfällen
Bei der Vermittlung von Kontakten oder bei akuten Wohnungsnotfällen finden Betroffene außerdem Hilfe in der Stader Beratungsstelle von Lebensraum Diakonie in der Bremervörder Straße 9.
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