TRäume für Escape Room gesucht: Wer hilft den Harsefelder Süßmäusen?
Christian Hagedorn (links), Antonia Wöltjen und Luka Jereczek - drei der elf Freunde, die sich in ihrer Freizeit für Kinder und Jugendliche engagieren. Foto: Laudien
Im Sommer wollen die Vereinsmitglieder der Süßmäuse in Harsefeld tüfteln, rätseln und kreativ sein - gemeinsam mit Jugendlichen. Jetzt fehlen nur noch geeignete Räume.
Harsefeld. Der Verein Süßmäuse plant für den Sommer 2026 ein besonderes Projekt für junge Menschen in Harsefeld: Gemeinsam mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen soll ein kostenfreier Escape Room entstehen. Anders als bei kommerziellen Angeboten steht dabei nicht nur das Spielerlebnis im Mittelpunkt. Vor allem der gemeinsame Entwicklungsprozess soll junge Menschen einbinden.
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Die Idee: Jugendliche sollen den Escape Room selbst konzipieren, Rätsel entwickeln und beim handwerklichen Ausbau mitarbeiten. Am Ende soll ein Raum entstehen, der Schulklassen, Jugendgruppen, Familien und allen Interessierten offensteht. Damit möchte der Verein ein neues Freizeit- und Bildungsangebot in der Region schaffen.

Die Süßmäuse sind voller Tatendrang. Jetzt fehlt nur noch ein geeigneter Raum. Foto: Süßmäuse e.V.
Die Projektidee kommt nicht von ungefähr. Einige Vereinsmitglieder haben bereits im kirchlichen Kontext gemeinsam mit Jugendlichen einen Escape Room entwickelt. „Das ist sehr gut gelaufen“, berichtet Antonia Wöltjen vom Verein. Die positiven Erfahrungen hätten den Wunsch geweckt, nun ein ähnliches Projekt umzusetzen. Nach Fertigstellung soll der Escape Room Schulklassen, Jugendgruppen und Familien sowie weiteren Interessierten offenstehen. In einem Escape Room versuchen Menschen, Rätsel zu lösen und Codes zu knacken, um spielerisch einen Weg zu finden, den Raum zu verlassen.
Geheimtüren bauen: Jugendliche sollen mitgestalten
Ein solches Angebot fehle bislang in der näheren Umgebung, findet Antonia Wöltjen. Wer einen Escape Room besuchen wolle, müsse oft längere Wege in Kauf nehmen. „Man muss immer weit fahren, was viel Organisation und Kosten bedeutet“, so Wöltjen. Das neue Projekt soll deshalb bewusst kostenfrei zugänglich sein.
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Bei der Umsetzung wollen die Süßmäuse mit verschiedenen Partnern zusammenarbeiten, unter anderem mit der Jugendkonferenz Harsefeld (JUKO), die Vereine und Institutionen der Jugendarbeit im Flecken vernetzt und Projekte für Kinder und Jugendliche unterstützt. Auch Schulen sollen angesprochen werden. Jugendliche im Alter von etwa 15 bis 20 Jahren können sich beteiligen und sich etwa beim Rätselentwurf, der Story, dem Konzept oder bei handwerklichen Aufgaben einbringen. „Vielleicht hat ja jemand Lust, eine Geheimtür zu bauen“, sagt Wöltjen. Gesucht werden junge Menschen mit Ideen und Kreativität, ganz nach dem Motto: von Jugendlichen für Jugendliche.
Zentrale Räume in Harsefeld gesucht
Damit das Projekt starten kann, sucht der Verein derzeit passende Räumlichkeiten im Flecken Harsefeld. Benötigt wird eine Mietfläche von etwa 60 bis 80 Quadratmetern, idealerweise mit zwei bis drei getrennten Räumen. Die Räume werden für rund sieben Monate, von September 2026 bis März 2027, benötigt. Die monatliche Warmmiete sollte dabei 1500 Euro nicht überschreiten. Kleinere bauliche Anpassungen für das Projekt sollten bestenfalls möglich sein, würden nach Projektende jedoch wieder zurückgebaut werden.
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Wichtig ist den Initiatoren außerdem die Lage: möglichst im Flecken und möglichst zentral. Die Räume sollten gut erreichbar sein, denn gerade im ländlichen Raum sei es mit dem öffentlichen Nahverkehr nicht immer einfach.
Wer geeignete Räumlichkeiten anbieten kann oder das Projekt unterstützen möchte, kann sich beim Verein Süßmäuse e.V. unter info@süssmäuse.de melden. Weitere Informationen zum Projekt stellt der Verein zudem auf seiner Website und in den sozialen Medien bereit.

Christian Hagedorn (links), Antonia Wöltjen und Luka Jereczek - drei der elf Freunde, die sich in ihrer Freizeit für Kinder und Jugendliche engagieren. Foto: Laudien
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