Nachbarkreise

TTankrabatt endet: Das sagen Autofahrer im Stader Nachbarkreis zu den Spritpreisen

Nachdem der Tankrabatt zum 1. Juli auslief, sind die Benzinpreise wieder gestiegen. (Symbolbild)

Nachdem der Tankrabatt zum 1. Juli auslief, sind die Benzinpreise wieder gestiegen. (Symbolbild) Foto: Sven Hoppe/dpa

Am Dienstag bildeten sich noch Schlangen an den Tankstellen in Zeven, Mittwoch gehen vor allem Kaffee und Brötchen über den Tresen. Viele Autofahrer sprechen Klartext.

Von Pia Willing 02.07.2026, 13:00 Uhr

Zeven. Keine langen Schlangen, kein Hupen, kein Gedränge an den Zapfsäulen. Wer am Mittwochvormittag an den Tankstellen in Zeven vorbeikommt, erlebt das genaue Gegenteil vom Vortag. Während sich am Dienstag viele Autofahrer noch den günstigeren Sprit sichern wollten, ist es jetzt überraschend ruhig. Statt Benzin und Diesel gehen vor allem Kaffee und belegte Brötchen über den Tresen. Nur die Preistafeln ziehen die Blicke auf sich – vielerorts steht dort schon wieder eine Zwei vor dem Komma.

Tankrabatt endet: ADAC rechnet mit höheren Spritpreisen

Mit dem Ende des Tankrabatts gilt seit Mitternacht wieder die reguläre Energiesteuer. Die Tankstellen durften ihre Preise erstmals am Mittwoch um 12 Uhr anheben. Der ADAC rechnete im Vorfeld mit einem Plus von rund 17 Cent pro Liter. Viele Autofahrer wollten deshalb noch einmal vorher volltanken. Nicht alle haben das geschafft.

Autofahrer aus Zeven und Umgebung üben deutliche Kritik

„Ich ärgere mich total“, sagt Kalaivarni Nesalingam. Eigentlich wollte die 53-Jährige schon am Dienstag an die Tankstelle fahren – hat es aber vergessen. Erst ihre Tochter erinnerte sie daran, dass der Tankrabatt endet. Deshalb steht sie nun am Mittwochvormittag noch schnell an der Zapfsäule.

Wenig Verständnis für die Preisentwicklung zeigt auch Ned Hastedt (32) aus Rhade. „Die Tankpreise sind eine Katastrophe“, sagt er. Seiner Meinung nach müssten sinkende Einkaufspreise auch bei den Verbrauchern ankommen. Seinen Ärger richtet er vor allem gegen die Mineralölkonzerne.

Andreas Heidrich (64) fährt täglich rund 60 Kilometer zur Arbeit. Dass die Preise bereits am Dienstag spürbar anzogen, hält der Pendler für keinen Zufall. „Damit es heute nicht so auffällt“, sagt er. Für ihn ist das schlicht „Verarsche“. Genau dieses Wort fällt an diesem Mittwochmorgen immer wieder.

Tankstelle in Zeven: Nach dem Ansturm herrscht plötzlich Ruhe

Wie groß der Ansturm vor dem Auslaufen des Tankrabatts tatsächlich war, hat auch Tankstellenmitarbeiterin Nele Kalyta erlebt. „Zwischen 10.30 Uhr und 12 Uhr war hier gestern die Hölle los“, erzählt sie. Viele Kunden hätten den günstigeren Preis noch mitnehmen wollen. Am Mittwoch sei davon kaum noch etwas zu merken. „Seitdem ist es extrem still.“

Für die Menschen an den Zapfsäulen in Zeven steht an diesem Morgen aber vor allem eines fest: Tanken bleibt ein teures Vergnügen.

Heute nur Kaffee statt Kraftstoff: Pendler Andreas Heidrich (64) kritisiert die steigenden Spritpreise.

Heute nur Kaffee statt Kraftstoff: Pendler Andreas Heidrich (64) kritisiert die steigenden Spritpreise. Foto: Willing

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