TVideo: Feuerschweif über Buxtehude - Raketenteile stürzen aus dem Weltall
Einmaliges Erlebnis: Eine Rakete stürzt mit langem Feuerschweif vom Himmel und verglüht. Foto: Andre Hellwig
Fantastisches Schauspiel über dem Norden: Wer am frühen Mittwochmorgen in Buxtehude gen Himmel geschaut hat, konnte ein einmaliges Szenario verfolgen. Der Moment im Video.
Buxtehude. Spektakuläres Schauspiel am frühen Morgen in Buxtehude: Gegen 4.36 Uhr war der Himmel über Buxtehude von glühenden Teilen erleuchtet. Was zunächst wie ein herunterstürzender Meteoritenschwarm aussah, soll sich nach jüngsten Informationen um Raketentrümmer handeln.
Ein Teil einer Falcon-9-Rakete des Raumfahrtunternehmens SpaceX trat wieder in die Atmosphäre ein, wie ein Sprecher des Weltraumkommandos der Bundeswehr mitteilte. Die Rakete sei am 1. Februar in den USA gestartet und habe Starlink-Satelliten ausgesetzt. Die Bilder zeigen genau diesen Moment.
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Auch anderenorts in Deutschland konnte man in der vergangenen Nacht ein kosmisches Schauspiel beobachten. In Uedem (Nordrhein-Westfalen) waren seltsame Lichter am Himmel zu sehen.

Es handelte sich um verglühende Raketenteile, wie ein Sprecher des Weltraumkommandos der Bundeswehr im nordrhein-westfälischen Uedem mitteilte. Es habe sich um einen unkontrollierten Wiedereintritt eines Teils einer Falcon-9-Rakete in die Atmosphäre gehandelt.
Es gebe keine Erkenntnisse, dass Trümmerteile auf Deutschland gefallen sein könnten, sagte der Sprecher. Wegen der ungewöhnlichen Lichterscheinungen hatten in der Nacht zahlreiche Bürger die Polizei angerufen.
Musk äußert sich
Auf seiner Internetseite gab das Raumfahrt-Unternehmen SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk bekannt, dass eine Falcon 9 um 0.21 Uhr deutscher Zeit 23 Starlink-Satelliten in die erdnahe Umlaufbahn brachte.
Bei der Falcon 9 wird die erste Raketenstufe - der sogenannte Booster - wieder gelandet. Die zweite Raketenstufe verglüht in der Atmosphäre.
Wenn Satelliten oder Raketen verglühen, können sie schädliche Reste hinterlassen
Verglühen Satelliten oder Raketen beim Eintritt in die Erdatmosphäre, können schädliche Reste aus dem Metall entstehen. Japanische Forscher haben deshalb den Satelliten „Lignosat“ aus Holz entwickelt, der im November vergangenen Jahres vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ins All gestartet ist.
Raumfahrt
Holzsatellit ins All gestartet
Getestet werden soll, inwieweit sich Holz auch in der Raumfahrt verwenden lässt, wie das Entwicklerteam unter Leitung der Universität Kyoto erklärte.
Aussortierte Holzsatelliten könnten beim Verglühen weniger Probleme durch schädliche Substanzen als solche aus Metall verursachen, so eine Hoffnung der Wissenschaftler. Mit dem kleinen Kasten aus Magnolienholz mit einer Reihe elektronischer Messgeräte darin sollen Widerstandskraft und Haltbarkeit von Holz im All getestet werden.
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Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel wurde am Mittwoch um 19.16 Uhr aktualisiert. In einer vorigen Version war von einem mutmaßlichen Satelliten die Rede.