TVom Gravel übers E-Bike bis zum SUV: Das sind die neuesten Fahrrad-Trends
Ob SUV-, Gravel- und Trekking-Rad: Breitere Reifen bieten Fahrspaß mit mehr Komfort. Foto: Laudien
Leichter, komfortabler, praktischer - die Fahrrad-Saison bietet neue Trends. Aber welches Bike ist wofür besonders geeignet? Das rät der Harsefelder Experte.
Harsefeld. „Die E-Varianten sind immer mehr gefragt“, berichtet Hauke Krusewitz, Geschäftsführer der Harsefelder Radwelt. Bei dem 58-Jährigen dreht sich seit 1998 alles ums Rad, früher bei Zweirad-Tobaben, seit 2022 als Geschäftsführer der Radwelt mit 30 Angestellten.
Hauke Krusewitz leitet die Radwelt in Harsefeld. Foto: Laudien
Die neuen Trends zeigen ein großes Spektrum sowohl für gemütliche Einsteiger als auch für sportliche Fahrrad-Freaks. Für nahezu jeden Zweck gibt es das passende Rad: City-Räder für kurze Strecken in der Stadt, Trekking-Bikes für Touren über Land, Mountain-Bikes, auch kurz E-MTB, für unwegsames Gelände und Berge.

Das Nonplusultra: E-SUV-Fully mit Federung. Foto: Laudien
Moderne SUV-Räder holen stark auf. Die Allrounder mit breiter Bereifung eignen sich für Schotterpisten und Feldwege. Kräftige Ausführung und Fahrkomfort überzeugen auf unebenen Radwegen, so Krusewitz. Die Alleskönner vereinen die Bauweise eines Mountainbikes mit dem alltagstauglichen Komfort eines Trekkingrades.
Fahrspaß für Gravel-Biker
Immer mehr im Kommen seien Gravel-Bikes. Auf den ersten Blick ein Rennrad, allerdings mit breiter Bereifung und aufrechter Sitzposition. „Damit sind sogar Abstecher in den Wald möglich“, sagt der Fachmann.
Genaue Analyse steht am Anfang
Bei der Qual der Wahl hilft der Harsefelder Rad-Profi sogleich mit einer ersten Analyse. Dazu müssen die Kunden Fragen beantworten: Wieviel fahren Sie? Wo fahren Sie? Möchten Sie das Rad womöglich mit in den Urlaub nehmen oder brauchen sie es für den Einkauf? Wenn diese Fragen geklärt sind, kommen weitere Ausstattungskriterien wie Ketten- oder Nabenschaltung.
Stufenlose Automatik: „Optimal für die ältere Generation“
Manche Räder sind fast wie Autos ausgestattet. So auch die Nabenschaltung als stufenlose Automatikvariante. „Optimal für die ältere Generation, die gemütlich von A nach B kommen möchte“, sagt Krusewitz. Vorteile der Nabenschaltung: Pflegeleicht, nicht so kostenintensiv und länger haltbar als die Kettenschaltung. „Selbst an der Ampel geht sie von selbst runter in die niedrigeren Gänge“, schwärmt Krusewitz. Hingegen sei eine Kettenschaltung unerlässlich für Exkursionen in steiles Gelände.

Die Batterien sind bei diesem Trekkingrad fast unsichtbar im Rahmen versteckt. Foto: Laudien
Etliche Hersteller präsentieren E-Bikes inzwischen mit diskret verbauten Antrieben. Oft sind die Hinterradmotoren kaum größer als manche Nabenschaltung. Für kürzere Strecken reichen kleinere Batterien, die fast unsichtbar im Rahmen verbaut sind und wenig wiegen. Mit einem Komplettradgewicht unter 20 Kilogramm lässt sich dies E-Bike notfalls auch eine Treppe hinauftragen.
E-Fully oder E-Hardtail?
Eine Grundsatzfrage für Mountain-Biker - Fully oder Hardtail? Hier entscheidet in erster Linie wohl der Geldbeutel. Bei kleinem Budget wird sicherlich ein E-Hardtail ohne Federung am Hinterrad favorisiert, denn hier gibt es gute E-Bikes unter 3000 Euro. Für ein Fully, also ein vollgefedertes E-Mountainbike, muss man tiefer in die Tasche greifen und nach oben sind kaum Grenzen gesetzt.
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Das Alter der Radler sei zwar zweitrangig, sagt der Experte. Dennoch empfiehlt er der älteren Generation ein E-Bike gerne mit tiefem Einsteig. Durch die niedrige Sitzposition fällt der Aufstieg leichter und die Füße kommen beim Stopp sofort auf den Boden.

Vorteilhaft für die ältere Generation: Trekkingrad mit tiefem Einstieg. Foto: Laudien
Bei Kompakträdern wird das Spektrum immer umfangreicher. Mit 20-Zoll-Reifen sind sie klein, wendig und dennoch komfortabel. „Als klappbare Variante für den Urlaub besonders gefragt“, so der Radprofi.

Das Cargo-Bike: Abschließbarer Laderaum und Platz für eine Getränkekiste und weitere Einkäufe. Foto: Laudien
Statt wuchtige Familienkutschen sind schmale Longtails der Renner. Hinter dem Fahrersattel bieten sie Platz für zwei Kinder. Cargo-Modelle gibt es sogar mit verschließbarem Kofferraum und Platz für eine Getränkekiste plus Einkäufe. „Eine gute Alternative zum Auto - vor allem im Hinblick auf die aktuellen Benzinpreise“, sagt Krusewitz.
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