11.09.2018, 08:40
B 74: Wieder ein schwerer Unfall in Hagenah
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HAGENAH. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 74 in der Ortschaft Hagenah hat ein 31-jähriger Autofahrer am frühen Dienstagmorgen schwere Verletzungen erlitten. Feuerwehrleute mussten ihn mit schwerem Rettungsgerät befreien.

Das Unglück ereignete sich gegen 5.25 Uhr. Der 31-Jährige von der Wurster Nordseeküste ist mit seinem Peugeot-Kleinwagen – er war in Richtung der Stadt Stade unterwegs – auf gerader Strecke nach rechts von der trockenen Fahrbahn abgekommen. Er fuhr über den Gehweg in den Grünstreifen und prallte dort gegen einen Baum. Der Stamm bohrte sich in die Fahrerseite des Autos, das sich um 180 Grad drehte. Der junge Mann war in dem völlig demolierten Wagen eingeklemmt.

Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle alarmierte die Notfallsanitäter des Deutschen Roten Kreuzes, die mit einem Rettungswagen aus der Stader Wache anrückten, eine Notärztin vom Stader Elbe Klinikum sowie die Feuerwehren aus Hagenah und Oldendorf. Rund 50 Einsatzkräfte waren vor Ort. Couragierte Ersthelfer hatten angehalten und den Peugeot-Fahrer bis zum Eintreffen der Rettungskräfte betreut, lobte Polizeisprecher Rainer Bohmbach.

Fuß des Fahrers war eingeklemmt

Der Unfallfahrer hatte sich noch selbst auf den Beifahrersitz bewegen können, jedoch war ein Fuß eingeklemmt. Der 31-Jährige war bei Bewusstsein und ansprechbar. Die Feuerwehrleute setzten schweres hydraulisches Rettungsgerät ein, um den jungen Mann zu befreien. Sie lösten die Frontscheibe und trennten Teile des Daches ab. So konnten Notfallsanitäter und Feuerwehrleute den Schwerverletzten rückenschonend über eine spezielle Trage (Spineboard) aus dem Wrack holen. Er kam im Rettungswagen ins Stader Elbe Klinikum.

Ermittler des Einsatz- und Streifendienstes der Stader Polizeiinspektion haben die Unfallspuren dokumentiert. Auch Beamte des Fachkommissariats für Verkehrssachen und ein Gutachter waren vor Ort. Anwohner haben kurz vor dem Unfall Hupen und Reifenquietschen gehört. Der 31-Jährige steuerte seinen Peugeot offenbar gegen den Baum, weil er einem anderen Fahrzeug ausweichen musste. Er gab an, dass er einem Auto ausweichen musste, dass aus der Straße „Im Vieh“ von rechts auf die Bundesstraße 74 eingebogen ist, ohne die Vorfahrt des herannahenden dunkelblauen Peugeot zu beachten.

Keine Spur von zweitem Autofahrer

Um einer Kollision auszuweichen, lenkte der Mann aus dem Landkreis Cuxhaven sein Auto zunächst nach links auf die Gegenfahrbahn und geriet vermutlich beim Wiedereinlenken ins Schleudern. Von dem zweiten Autofahrer fehlt jede Spur. Die Ermittler setzen auf Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen werden gebeten, sich bei der Stader Polizeiwache unter der Rufnummer 0 41 41/ 10 22 15 zu melden. Auch ein wichtiger Zeuge, der zunächst angehalten hat, dann aber weitergefahren ist, ohne seine Personalien zu hinterlassen, wird dringend gebeten, sich bei den Beamten zu melden.

Die Bundesstraße 74 blieb während des Rettungseinsatzes und der Unfallaufnahme für drei Stunden im Bereich Hagenah voll gesperrt. Feuerwehr, Polizei und Straßenmeisterei leiteten den Verkehr weiträumig um. Dabei kam es zu Behinderungen im morgendlichen Berufsverkehr. Der Peugeot wurde bei dem Unfall völlig zerstört, der Sachschaden wird auf 5 000 Euro geschätzt.

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