03.09.2018, 12:30
Gasgeruch: Realschule Camper Höhe evakuiert
Leserbrief

STADE. Für die Jugendlichen an der Realschule Camper Höhe in Stade fiel die zweite große Pause am Montag ungewohnt lange aus: Wegen eines vermuteten Gasaustritts mussten sie dem Gebäude eineinhalb Stunden lang fernbleiben. Handwerker hatten Gasgeruch bemerkt und Alarm geschlagen.

In einem Werkraum im Erdgeschoss, der umgebaut und modernisiert werden soll, wollten die Handwerker eine Standsäge versetzen. Dazu bohrten sie Löcher in den PVC-Boden. Plötzlich nahmen sie Gasgeruch wahr und informierten das Lehrpersonal der Schule. Im Boden verlaufen mehrere Versorgungsleitungen. „Wir haben die Brandmeldeanlage über die Handdruckmelder ausgelöst, damit alle das Gebäude verlassen“, sagte Direktor Volker von Loh. Da der Alarm während der zweiten großen Pause ausgelöst wurde, waren ohnehin die meisten der rund 800 Mädchen und Jungen auf dem Pausenhof. Nach Jahrgängen sortiert fanden sie sich nun im Sonnenschein an den Bushaltestellen vor dem Haupteingang ein. Lehrer betreuten sie.

Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle gab Großalarm. Beide Züge der Stader Feuerwehr sowie die Feuerwehr aus der Stader Ortschaft Hagen rückten an. Die Fachgruppe Messen und Spüren der Kreisfeuerwehr kam zur Unterstützung. Die Notfallsanitäter des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes waren mit einem Rettungswagen vor Ort. Auch Mitarbeiter der Stadtwerke und der Erste Stadtrat Dirk Kraska verschafften sich einen Überblick von der Lage vor Ort.

Vorsorglich ließen die Feuerwehrleute die Gaszufuhr zur Schule abschalten. „Wir haben tatsächlich Gasgeruch wahrnehmen können“, sagte der stellvertretende Stadtbrandmeister Wilfried Sprekels. Die Einsatzkräfte setzten Gasspürgeräte ein, um die Gaskonzentration in der Luft nachweisen zu können. Nach eineinhalb Stunden konnten die Ehrenamtlichen Entwarnung geben: Weder im betroffenen Werkraum, noch in anderen Teilen des Gebäudes ließen sich auffällig hohe Gaskonzentrationen in der Luft feststellen. Vermutlich haben die Handwerker eine alte, nicht mehr genutzte Leitung getroffen, sodass sich Reststoffe verflüchtigten, erläuterte Sprekels. Eine Leckage einer regulären Leitung gebe es nicht. „Ihre Mitarbeiter haben vorbildlich reagiert“, sagte der stellvertretende Stadtbrandmeister in Richtung des Schulleiters von Loh.

Nach eineinhalb Stunden war die verlängerte Pause für die Schüler zu Ende. Sie mussten mit ihren Lehrern in die Unterrichtsräume zurück. Die Feuerwehrkräfte rückten wieder ab.

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