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24.08.2018, 08:41
Großfeuer in Westmoor: Fachwerkhaus brennt nieder
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BUXTEHUDE. Großalarm für alle Ortsfeuerwehren: Im Westmoor ist am Freitag ein Reetdachhaus in Flammen aufgegangen. Zurück blieb eine Ruine. Ungefähr 150 Feuerwehrleute waren stundenlang im Einsatz, sie konnten ein Übergreifen auf die Wirtschaftsgebäude des Pferdehofs verhindern.

Letztes Update am Freitag, 24. August, um 17.29 Uhr. (Der Artikeltext wurde komplett ungeschrieben.)

Gegen 8.15 Uhr hatte ein Mitarbeiter (62) des Pferdehofs im Westmoor ein „lautes Knacken“ gehört und das Feuer in dem leerstehenden reetgedeckten Bauernhaus mit Wohn- und Wirtschaftsteil nördlich der Kreisstraße 51 entdeckt und 112 gewählt. Zeitgleich gingen zahlreiche Anrufe bei Polizei und Feuerwehr ein, die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen. Innerhalb weniger Minuten breitete sich das Feuer „explosionsartig“ aus. „Als wir eintrafen, war das Reetdach bereits eingestürzt“, sagte Stadtbrandmeister Horst Meyer.

Großalarm wurde ausgelöst. Alle sieben Ortsfeuerwehren der Stadt Buxtehude rückten aus, 142 Feuerwehrleute bekämpften das Feuer. Unter Atemschutz rückten die Löschtrupps vor, das erste Wasser wurde aus den Tanklöschfahrzeugen zur Einsatzstelle gepumpt. Zwischenzeitlich gab es einige Minuten lang Probleme bei der Wasserversorgung, mehrere Hundert Meter Schläuche mussten zu den Hydranten verlegt werden. Auch aus den Wettern wurde Wasser herbeigepumpt.

Das Haus war nicht mehr zu retten

Die Feuerwehr ließ das alte Haus kontrolliert abbrennen. Es war nicht mehr zu retten, so der Stadtbrandmeister. Dächer der umliegenden Wirtschaftsgebäude wurden mit einem Sprühnebel benetzt, um ein Übergreifen des Feuers zu verhindern. Innerhalb einer Stunde brannte das Bauernhaus bis auf die Grundmauern nieder. Die Stallungen mit den Pferden konnten gerettet werden, die Tiere konnten in ihren Boxen bleiben. Weder Mensch noch Tier wurden verletzt, Notfallsanitäter der DRK-Rettungswache waren vor Ort, auch das THW unterstützte die Wehren aus Buxtehude, Dammhausen, Neukloster, Hedendorf, Daensen, Ovelgönne/ Ketzendorf, Ottensen und aus Immenbeck.

Während der Löscharbeiten musste die Kreisstraße 51 voll bis 12 Uhr gesperrt werden. Der Verkehr konnte mit der Hilfe der Feuerwehr über Heitmannshausen umgeleitet werden. Gegen 10 Uhr orderte die Feuerwehr einen Bagger, um an die letzten Glutnester zu kommen. Mit einer Wärmebildkamera wurden die umliegenden Wirtschaftsgebäude kontrolliert, so Vize-Stadtbrandmeister Hans-Jürgen Neumann. Nachlöscharbeiten folgten.

Die Polizei und die Feuerwehr schätzten den Schaden auf etwa 100 000 Euro. Polizeibeamte aus Buxtehude und Tatortermittler der Polizeiinspektion Stade nahmen noch vor Ort die ersten Ermittlungen zur Brandursache auf, genaue Ergebnisse werden allerdings „erst in der nächsten Woche vorliegen“, sagte Polizeisprecher Rainer Bohmbach. Die Brandermittler der Polizei werden sich im Laufe der Woche ein Bild vor Ort machen.

 

 

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