22.08.2018, 19:06
Hochhaus nach Topfbrand in Buxtehude evakuiert

BUXTEHUDE. Ein Topfbrand hat am Mittwochabend in Buxtehude in der Konopkastraße einen Großeinsatz ausgelöst: Die Feuerwehr Buxtehude, unterstützt von der Feuerwehr Neu Wulmstorf, hatte das Feuer schnell unter Kontrolle - Probleme bereitete der dichte Rauch im Gebäude.

Es waren dramatische Minuten: Gegen 18.10 Uhr war das Feuer in dem Hochhaus in der Innenstadt gemeldet worden. Beim Eintreffen der Feuerwehr war das Treppenhaus des siebenstöckigen Hochhauses bereits komplett verraucht, sagte der Einsatzleiter und Vize-Ortsbrandmeister Mario Stöppeler dem TAGEBLATT.

Löschtrupps rückten unter Atemschutz vor

Vier Löschtrupps rückten unter Atemschutz vor. Vier Feuerwehrleute, sie mussten den Schlauch hinter sich herziehen, gingen in die Wohnung, um den Brand zu löschen.  Währenddessen evakuierte die Feuerwehr den sechsten und siebten Stock des Gebäudes. Einige Bewohner öffneten nach dem Klopfen sofort die Tür. Einige Türen mussten mit dem Brecheisen oder Schultereinsatz gewaltsam aufgebrochen werden. Denn die Einsatzkräfte wollten auf Nummer sicher gehen, kein Schlafender sollte in dem Hochhaus zurückbleiben. Gefährliche Rauchgase hatten sich gebildet. Zwei Personen aus der Wohnung gegenüber der Brandstelle mussten mit einer Fluchthaube über dem Kopf, einer  Art Schutzmaske, über das Treppenhaus gerettet werden.

„Ich hatte vom Feuer nichts mitgekommen“, so Hausbewohner Rolf Börger. Plötzlich klopfte es. Das Treppenhaus war bereits im zweiten Stock verraucht.

MANV-Alarm ausgelöst

Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle des Kreises in Stade-Wiepenkathen löste den MANV-Alarm aus: Massenanfall von Verletzten. Mehrere Rettungswagen wurden zusammengezogen, eine „Verletztensammelstelle“ im Gerätehaus von Zug I im Westmoor wurde eingerichtet. Notfallsanitäter des DRK und der Notarzt untersuchten elf Verdachtsfälle, zwei hatten letztlich laut Polizei eine Rauchgasvergiftung. Einer musste ambulant behandelt werden. Zum Glück waren nicht alle 53 Bewohner der 40 Wohnungen da.

Während die Löschtrupps vorrückten, wurde nach Zug I und Zug II auch der dritte Zug der Buxtehuder Feuerwehren nachalarmiert, zur Sicherheit ging auch die Drehleiter aus Neu Wulmstorf in Stellung. Minuten nach der Alarmierung ging dann letztlich alles parallel zur Evakuierung  ganz schnell. Ein Feuerwehrmann packte den rauchenden, brennenden Topf und löschte ihn ab – in der Spüle mit dem Wasserhahn.

Familie aus der Topfbrand-Wohnung hatte großes Glück

Die Familie aus der Topfbrand-Wohnung hatte großes Glück. Die 44-Jährige und ihre beiden Kinder, elf und neun Jahre alt, blieben unverletzt. Sie entkamen. Auch Nachbarn hatten das Feuer bemerkt – und die 112 gewählt. Der Hausmeister unterstützte die 101 Einsatzkräfte. Er hatte bereits den Rauchabzug geöffnet  und bei der Rettung geholfen. Erst um 19.49 Uhr konnte das rauchgeschwängerte Haus nach der Belüftung wieder freigegeben werden. Vorher bestand Gesundheitsgefahr.

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